Uslar/Solling

Impf-Piks im Gotteshaus -Ärzte kooperieren mit Kirchengemeinde

Impfaktion per Einbahn-Regelung: Vor dem Haupteingang der Martin-Luther-Kirche in Schönhagen füllten Impfwillige die notwendigen Formulare aus, bevor sie in der Kirche registriert und einem Seitenraum geimpft wurden und das Gotteshaus anschließend aus einem Nebeneingang verließen.
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Impfaktion per Einbahn-Regelung: Vor dem Haupteingang der Martin-Luther-Kirche in Schönhagen füllten Impfwillige die notwendigen Formulare aus, bevor sie in der Kirche registriert und einem Seitenraum geimpft wurden und das Gotteshaus anschließend aus einem Nebeneingang verließen.

Schönhagen – Per Einbahn-Regelung klappte es bei der zweiten Coronavirus-Impfaktion in der Martin-Luther-Kirche in Schönhagen am Sonntag wie am Schnürchen. Schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Start standen die ersten Impfwilligen an, füllten die Unterlagen aus und stellten sich in die Wartereihe.

Beim ersten Mal gab es nicht genügend Impfstoff im Gotteshaus, da erfolgten 80 Impfungen, die Nachfrage war höher. Diesmal hatten die seit Jahren in Schönhagen lebenden Betriebsärzte Anke und Henning Sander 500 Dosen vorbereitet. Drei Stunden waren vorgesehen, bis alle rund 150 Impfwillige durch waren, dauerte es doch ein wenig länger.

Bekam die Booster-Impfung: der 17-jährige Leon Fischer ließ sich von Anke Sander impfen und wurde dabei von seiner Mutter Yvonne Fischer (links) begleitet.

Laut Henning Sander, der sich um die Formalitäten und die Dokumentation in den Impfpässen kümmerte, seien es vor allem Boosterimpfungen gewesen. Er empfahl den Impfwilligen die Impfstoffe Moderna oder Biontech, weil man auf den Mix setze, sagte er am Rande in dem Gotteshaus des Ahledorfes.

Viele Menschen aus Schönhagen und den Nachbarorten nutzten das Impfangebot vor Ort. Auch junge Leute, die etwa über die Feiertage zu Besuch bei ihren Familien waren, nutzten das Angebot ohne lange Wartezeiten und Voranmeldungen.

Erledigung der Formalitäten: Henning Sander (rechts) kümmerte sich um die schriftliche Abwicklung der Impfaktion in der Kirche.

Es seien nur wenige Erst- und Zweitimpfungen gewesen, sagte Anke Sander, die in einem separaten Raum der Kirche impfte und über mögliche Nebenwirkungen aufklärte.

Meistens seien Auffrischungsimpfungen erfolgt, die nach der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission bereits drei Monate nach der letzten Coronavirus-Impfung erfolgen darf.

Das Ärzteehepaar lobte die Örtlichkeit und die unkomplizierte Kooperation mit den Verantwortlichen der Kirchengemeinde und Pastor Carsten Schiller im Vorfeld und während der Impfaktion. Henning Sander schloss nicht aus, dass er mit seiner Frau weitere Impftermine anbieten könne, wenn Bedarf dafür sei. Die nötigen Einwilligungserklärungen und den Anamnesebogen des Robert-Koch-Instituts (rki.de) könnten sich die Impfwilligen vorab herunterladen und ausdrucken, um sie dann ausgefüllt mitzubringen. Digitale Impfzertifikate wurden bei den Aktionen in der Kirche indes nicht ausgestellt. Das sei aber unkompliziert bei den meisten Apotheken gegen Vorlage des Impf- und Personalausweises möglich, hieß es. » 

Von Jürgen Dumnitz

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