Infomesse für Familien: Uslar zeigt ganz viel Herz für Kinder

Volles Haus: Die Informationsmesse für Familien mit Kindern bis acht Jahre in der Albert-Schweitzer-Schule war gut besucht. Fotos: Porath

Uslar. Das Uslarer Land hat ein Herz für Familien mit Kindern. Das bewies die Informationsmesse „Frühe Chancen in Uslar“, zu der mehrere Hundert Besucher in die Albert-Schweitzer-Schule kamen. Veranstalter ist die Anschwung-Initiative „Wir für euch – bestmögliche Kinderbetreuung in Uslar“.

Die Initiative, die aus der Stadt Uslar, Tagesmüttern in Uslarer Land, Kindertagesstätten, dem Stadtelternrat der Kitas und anderen regionalen Akteuren besteht, hole nicht nur alle Partner an einen Tisch und fördere den Austausch, sondern steigere auch die langfristige Attraktivität der Stadt für Familien mit Kindern, hatte die Europa-Abgeordnete Professor Godelieve Quistholt-Rowohl in ihrem Grußwort von Bürgermeister Torsten Bauer ausrichten lassen.

Großer Zuspruch

Der große Zuspruch zeigte, dass zudem der Bedarf da ist, sich niedrigschwellig und unverbindlich über die Angebote an Bildung, Betreuung und Förderung für Kinder von null bis acht Jahren, von öffentlichen Institutionen, Vereinen und Selbsthilfegruppen bis zu privaten Anbietern, zu informieren. Tatsächlich gab es viele erstaunte Gesichter. Einradfahren? Gibt es beim TSV Wiensen und konnte gleich in der Turnhalle ausprobiert werden, während der Verein über weitere Angebote mit einem Infostand in der Ausstellung informierte.

„Trauerbewältigung für Kinder?“ Die sei vielen Besuchern unbekannt, so die Mitarbeiterinnen des Hospizdienstes. Ganz zielgerichtet dagegen steuerten andere den Stand der örtlichen Kieferorthopädin an. „Ab welchem Alter ist eine Klammer angeraten?“, lautete eine der häufig gestellten Fragen. Andere waren extra gekommen, um mit der ganzen Familie einen Schulranzen auszuprobieren und zu kaufen.

Vor zwei Jahren hatte es erstmals eine solche Veranstaltung in Uslar gegeben, damals noch mit 30 Ausstellern und in den Räumen des Alten Rathauses. In diesem Jahr waren es bereits über 50 Aussteller, so dass ein Umzug nötig geworden war, erläuterte Dirk Rackwitz von der Kultusverwaltung, der die Zusammenarbeit der Initiative mit dem Stadtelternrat für Kindertagesstätten koordiniert. So sei es auch möglich gewesen, zahlreiche Fachvorträge mit aufzunehmen, die zu Themen informieren wie gesunde Ernährung, frühe Angebote für Familien oder was zu tun ist, wenn man ein verletztes Kind findet.

Lob vom Landkreis

Lob für die im Landkreis Northeim einzigartige Veranstaltung gab es auch aus dem Kreishaus. Hier finde ein Austausch und eine Vernetzung statt, die wichtig sei, auch um präventiv wirken zu können, so Martin Brünig, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familien beim Landkreis Northeim. Deshalb sei es auch wichtig, dass Institutionen wie zum Beispiel die Erziehungsberatung schnell zu erreichen seien und in der Fläche dauerhaft erhalten blieben. (zyp)

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