Initiative Bodenfelde schreibt Protest an Politiker

Bodenfelde. Die von der Firma K+S geplante Salzlaugeneinleitung in die Oberweser und mögliche Windenergieanlagen im Reinhardswald beschäftigen die Menschen an der Oberweser.

Jetzt wendet sich die Anfang 2011 aus Betroffenheit über die Morde an zwei Jugendlichen gebildete Initiative Bodenfelde mit einem offenen Protestschreiben an verschiedene Politiker.

Bodenfelde soll nicht als der düstere Ort in Erinnerung bleiben, heißt es in dem Schreiben, das Bundes-, Land- und Kreistagspolitiker als offenen Brief erhielten. Der Weser-Ort leide zudem extrem unter der demographischen Entwicklung und unter den mangelnden beruflichen Perspektiven.

Der Ort verfüge über eine wunderschöne Landschaft zwischen Reinhardswald und Solling, günstigen Wohnraum, touristische Angebote und über ein breites Angebot an Vereinen und Verbänden, das durch viel ehrenamtliches Engagement getragen werde.

„Wir wollen diese Stärken herausarbeiten und den Menschen Mut machen, positiv in die Zukunft zu blicken, heißt es in dem von Andreas Loewe, Annette Müller-Zitzke und Kerstin Lange unterzeichneten Schreiben, dass Salz in der Suppe sein soll. Es gehe zudem um die Verbesserung der Lebensqualität. „Politisch erleben wir Bodenfelde als abgehängt und in Vergessenheit geraten“, schreibt die Initiative und fordert Hilfe ein.

Die Umsetzung dieser Salzlaugen-Einleitungspläne und der Bau von Windrädern würde die Lebensqualität der Menschen erheblich herabsetzen. Zudem würde die mühsam entwickelte Touristikbranche geschwächt und nicht weiterentwickelt, Gebäude und Grundstücke würden an Wert verlieren, gesundheitliche Auswirkungen seien zu befürchten.

Viele Bürger in den Wesergemeinden wollen das laut Initiative nicht protestlos hinnehmen. Die Initiative für Bodenfelde fordert von den Politikern auf Kreis- Land- und Bundesebene, dass diese das Anliegen unterstützen und sich dadurch gleichzeitig für die Region und die Menschen einsetzen.

Dieses Engagement legen nach Ansicht des Unterzeichner-Trios bereits viele Menschen in Bodenfelde und den angrenzenden Orten an den Tag. Sie seien etwa in Netzwerken und Initiativen aktiv, um Schaden abzuwenden. Jetzt sei es höchste Zeit, dass auch Politiker dazu kommen. (jdx)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.