Innenrenovierung des Volpriehäuser Gotteshauses: Farbe tut der Kirche gut

Die Arbeit ist geschafft: Nach Abschluss der Renovierung in der Volpriehäuser Kirche freuen sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes mit (von links) Karin Dörnte (Schlarpe), Kirchenvorstandsvorsitzende Anja Kohrs (Delliehausen), Küsterin Hanne Dreier (Volpriehausen), Ruth Kimpel (Volpriehausen), Pastorin Gisela Waßmuth-Kahle, Erika Zufall-Langer (Schlarpe) und Baubeauftragter Reiner Dörnte. Foto: Schmidt-Hagemeyer/shx

Volpriehausen. Mit einem Gottesdienst und einer Feier unter der Linde neben dem Gotteshaus feierte die Evangelische Gemeinde Volpriehausen die gelungene Innenrenovierung ihrer Dorfkirche.

Farbe tue den Menschen gut und stehe auch einer Kirche gut. Die Maler hätten der Kirche neue Farbe und Frische gegeben, sagte Pastorin Gisela Waßmuth-Kahle und verknüpfte damit die Hoffnung, dass der Raum auch Farbe ins Leben der Kirchenbesucher bringe. So könne der Kirchenraum auch eine Sicherheit sein – „für jede und jeden von uns“. Ein Schutzraum, der positive Kraft und Glaubensenergie zuführe.

Für die Kirchengemeinde der Bollert-Orte war die Renovierung der Kirche in Volpriehausen nach den Arbeiten an den Kapellen in Gierswalde (2013) und Delliehausen (2014) das dritte Bauprojekt in Folge. Zuletzt sei die 1839 in Volpriehausen erbaute Kirche in den 1960er-Jahren innen renoviert worden, berichtete Kirchenvorstandsvorsitzende Anja Kohrs. Seitdem nagte der Zahn der Zeit und hinterließ Risse in den Lehmwänden sowie Flecken durch eindringendes Wasser. Kohrs: „Also musste was passieren.“

Um die Verschönerungsmaßnahme finanzieren zu können, sparte man jahrelang die freiwilligen Kirchenbeiträge und Spenden. Weil auch Schäden am Fachwerk zu reparieren waren, gab der Kirchenkreis Geld dazu. Dennoch musste die Kirchengemeinde für zwei Drittel der Kosten von insgesamt 90 000 Euro allein aufkommen.

Um das Gerüst aufzubauen, räumten Anfang des Jahres Helfer der Feuerwehr die schweren Kirchenbänke aus und brachten sie zur Zwischenlagerung in die Scheune von Nachbarin Uta Nolte. Im Februar begannen die Bauarbeiten mit der Entfernung des Lehmputzes und ein neues Problem trat zutage: Alte Stromleitungen auf Holz, die nicht mehr dem Brandschutz genügten.

Handgefertigte Ringleuchter

Mit Unterstützung des Kirchenkreises wurden die Elektroleitungen erneuert. Dies hat den Vorteil, dass künftig die neuen Wandleuchter und die beiden neuen handgefertigten Ringleuchter per Funk gesteuert werden können. Neu ist auch die Lautsprecheranlage, da die alte Anlage wegen einer Änderung der Funkfrequenzen nur noch bis 2016 nutzbar gewesen wäre. Pünktlich zur Konfirmation Ende April waren die Handwerker fertig.

„Nun erstrahlt unsere Kirche in hellen, warmen Farben und wir hoffen, dass sie Ihnen und Euch gefällt und ins Herz leuchtet,“ so Anja Kohrs, die den Mitarbeitern der Baufirmen, Architekt Frank Wagner sowie den Helfern aus der Gemeinde dankte. Für die Versorgung der Arbeiter mit Kaffee und Kuchen hatte Ursula Leibecke gesorgt. Küsterin Hanne Dreier ließ unter anderem jeden Morgen die Handwerker in die Kirche. Ganz besonders dankte Kohrs dem Baubeauftragten Reiner Dörnte. Er habe die Baumaßnahme mit großem Sachverstand begleitet. (zsh)

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