Lustspiele „Eine Woche Eiermann“ der MTV-Laienschauspielgruppe sehr gut besucht

Irrungen trafen den Nerv

Es ging rund im Hause Eiermann: Für prima Unterhaltung sorgten in dieser Spielszene auf der Vernawahlshäuser Bühne die Akteure Anna-Lena Schneider (von links), Sebastian Keese, Johanna Opitz, Thabea Lange und Leon Kuttler. Foto: Temme

VERNAWAHLSHAUSEN. Ein geplagter Fabrikant, seine anspruchsvoll-überhebliche Gattin und ein etwas verwirrter Opa waren längst nicht alle, die am Sonntag für Irrungen und Wirrungen auf der Bühne in der Vernawahlshäuser Schwülmetalhalle sorgten. Mit in die Welt von Familie Eiermann nahm die Theatergruppe des Männerturnvereins viele begeisterte Zuschauer.

Die Akteure sorgten mit dem Lustspiel „Eine Woche Eiermann“ von Autor Norbert Neumann für jede Menge gute Laune und beste Unterhaltung. Nicht nur untreue Ehepartner sorgten im Eiermannschen Kosmos für viel Tumult, auch der Banküberfall des Großvaters wegen eines drohenden Konkurses des Familienunternehmens sowie ein Brief, der in falsche Hände geriet, brachte reichlich Aufregung.

Verwechslung spielte in vielen Szenen des Dreiakters eine Rolle und sorgte immer wieder für Lachsalven beim Publikum.

An Humor mangelte es nicht – ob der Hausherr vom Weihnachtsgeschenk berichtete, bei dem sich seine Gattin etwas „für Hals und Arm“ wünschte und damit Kette und Armband meinte, er sich aber für „eine Seife“ entschied oder als die Tochter der Eiermanns stolz ihren Kamelhaarpullover präsentierte, „den man ja an den beiden Höckern erkenne“ – es gab viel zu lachen.

Nach dem Seitensprung seiner Frau Islode zieht Hubert dann allerdings andere Seiten auf.

Trotz Souffleuse zeigten sich alle Akteure sehr textsicher. „Wir fangen meist im November mit dem Üben an“, sagte Iris Helling-Kuttler, die dieses Mal im Hintergrund als „Mädchen für alles“ agierte. Im September wurde das Stück ausgewählt.

Seit 50 Jahren Lustspiele

Tradition ist es inzwischen, dass die Komödie – denn es wurde seit 50 Jahren immer etwas humorvolles gespielt – am ersten Weihnachtstag aufgeführt wird. Bei der Premiere war die Vorstellung ausverkauft und das auch die zweite Aufführung am Sonntag war sehr gut besucht, hieß es.

Zehn Laienschauspieler, die mit viel Leidenschaft dabei sind, sowie eine kleine Gruppe Helfer für Ton und Aufbau gehören neben Theaterurgestein Heinz-Jürgen Tesmar als Regisseur zum festen Stamm der Gruppe. „Vor 51 Jahren habe ich das Theater ins Leben gerufen – nur die erste Aufführung war was Ernstes, seitdem bringen wir immer lustige Stücke“, sagte Tesmar.

Froh sind die älteren Spieler, dass inzwischen auch jüngere dazugestoßen sind. Dazu zählte auch das Grundschulkind Liesbeth Hörnisch, die den jeweiligen Tag der Handlung im Stück ansagte.

Auch wenn das Publikum hier und da mal ein wenige Geflüster aus dem Hintergrund hörte, es einen Zeitaufschub oder einen Versprecher gab, so war es doch eine überaus gelungene Vorstellung der MTV-Laienspielgruppe.

Von der Textauswahl über das Bühnenbild und die Kostüme bis hin zum Ton und Make-up stemmte das Team alles mit Bravour. (nh)

Von Tanja Temme

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