Kaum noch Feuerwerk an bisher beliebten Ortszentren - Nur drei Polizeieinsätze

Jahreswechsel eher ruhig

Leserfoto: Pastor Hajo Rebers von der freikirchlichen Gemeinde in Uslar hat das Feuerwerk zum Jahreswechsel vom Balkon aus an der Stiftstraße fotografiert. Das Bild zeigt den Blick in Richtung Neustädter Platz über den Rewe-Markt. Foto: Rebers/nh

Uslar/Bodenfelde. Selten verlief der Jahreswechsel im Uslarer Land und in Bodenfelde so ruhig wie diesmal. An bekannten Stellen wie vor dem Alten Rathaus in Uslar, wo früher extrem viel Feuerwerk abgebrannt wurde, blieb es fast still. Und am Neujahrsmorgen, wo oft der Uslarer Bauhof nur noch mit Maschinen gegen den Feuerwerks-Müll ankam, konnte man gestern die Reste mit der Hand auflesen.

Auch die Polizei und die Feuerwehr erlebten einen ruhigen Jahrswechsel: Sie mussten im alten Jahr einmal ausrücken, und zwar Silvester gegen 21.45 Uhr, als in Offensen an der Bremker Straße ein Kleidercontainer brannte. Der war vermutlich durch Feuerwerkskörper in Brand geraten.

Durch Feuer und Löschwasser wurde das Sammelgut unbrauchbar. Geschädigt ist der DRK-Kreisverband Göttingen.

Zwei Anrufe nach Mitternacht

Nach Mitternacht gingen noch zwei Telefonanrufe bei der Polizei in Uslar ein: Um 0.15 Uhr beklagte jemand verbotswidriges Feuerwerk im Dorfkern Delliehausens, um 1.52 Uhr hieß es, in Bodenfelde werden Knallköper in einen Hauseingang geworfen. In beiden Fällen stellte die Polizei bei entsprechenden Kontrollen keine Verstöße mehr fest. Im Großen und Ganzen haben sich die Menschen wohl an die enger gefassten Auflagen für die Silvester-Knallerei gehalten, hieß es. Dabei steht vor allem der Schutz von Fachwerkhäusern im Mittelpunkt.

In Dinkelhausen zum Beispiel verteilten sich die Menschen, die sonst in die Dorfmitte zum Feuerwerk kamen, auf den ganzen Ort, um Böller zu zünden und Raketen in den Himmel zu schicken.

Silvesternachmittag waren noch etliche Anfragen bei der Polizei in Uslar eingegangen: Wo darf man denn noch knallen? Die wichtigste Antwort: Mit genügend Abstand zu Häusern, speziell zu Fachwerkhäusern, Kirchen und Krankenhäusern. Diese verschärfte Vorschrift haben wohl viele Menschen eingehalten.

Auch sonst war es aus Sicht der Polizei ruhig beim Jahreswechsel: Es gab keine Einsätze wegen Familienstreitigkeiten, wegen Trunkenheit oder wegen der winterlichen Straßenverhältnisse. (fsd) Mehr Bilder von den Neujahrsböcken (siehe unten) und Silvester unter www.hna.de/foto/uslar

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