St.-Josef-Kirche besteht seit 50 Jahren – Zukunft ist ungewiss

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Vor 51 Jahren: Der erste Spatenstich für die katholische St.-Josef-Kirche in Volpriehausen.

Volpriehausen. Die katholische St.-Josef-Kirche in Volpriehausen wird 50 Jahre alt. Die Gemeinde lädt dazu für Samstag, 3. Dezember, zu einem Festgottesdienst ein, der um 18 Uhr beginnt.

Dabei ist der Blick in die Zukunft nicht rosig: Im Jahr 2014 soll die Kirche wie in vielen anderen katholischen Gemeinden geschlossen werden. Die Volpriehäuser Katholiken zeigen sich aber weiterhin optimistisch. Sie haben 2008 einen Förderverein gegründet, um finanziell über die Runden zu kommen. Außerdem hoffen sie, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Die Volpriehäuser Katholiken wollen einen kulturellen Kahlschlag verhindern, der mit der Schließung der Kirche entstünde. Sie „gestalten aktiv die Gegenwart, für die Zukunft“, sagt Bertold Hieber aus ihren Reihen.

Er hat außerdem die wichtigsten Daten aus der Geschichte der katholischen Kirche zusammengetragen:

Volpriehausen war bis 1900 ein rein evangelisches Dorf. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kommen mehr Katholiken an den Bollert. Zum Ende des Jahres 1946 gab es in Volpriehausen 84 katholische Kinder. Pfarrer Schliep aus Hardegsen feierte regelmäßig Gottesdienst in der evangelischen Kirche.

1950 leben in den vier Bollertdörfern 307 Katholiken und gründen eine Pfadfindergruppe.

1955 wird Volpriehausen Filialgemeinde von Hardegsen und erhält vor Hettensen den Zuschlag zum Bau einer Kirche: Sophie Thiele kaufte das Grundstück dafür und schenkte es der Gemeinde.

1958 beschließt der Bonifatiusverein die Übernahme der Finanzierung von Kirche und Pfarrhaus.

1960: erster Spatenstich.

3. Dezember 1961: Weihung der Kirche, Patron wird „Josef, der Arbeiter“.

1968 stirbt Pfarrer Leo Schliep, Nachfolger wird Egon Kubetta.

1972 wird der Altarraum in Eigenleistung neu gestaltet.

1973 kommt Bischof Heinrich Maria Janssen zur Einweihung des neuen Altars. Das Pfarrhaus wird fertig. Es ist als Wohnung für Priester im Ruhestand gedacht.

1987 kommt Im Alter von 73 Jahren der Spiritaner-Pater Leonard Kersten in den Ruhestand nach Volpriehausen. Seine Haushälterin bringt ein Heft mit traditionellen Marienliedern mit. Die Gemeinde stellt mehr als 400 dieser Liederhefte her.

1995 wird die St.-Josef-Kirche Volpriehausen Filialgemeinde von St. Konrad Uslar.

2001 feiert Pater Leonhard diamantenes Priesterjubiläum.

2009 stirbt der Pater im Alter von 96 Jahren.

Gegenwärtig trifft sich die katholische Gemeinschaft Volpriehausens regelmäßig zu zwölf bis 16 Andachten im Kirchenjahr, die von den Gläubigen selbst gestaltet werden. (fsd)

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