Slogan fürs Konzept mit Symbolfigur: Pelle pro Planet – kleine Stadt – große Wirkung

Kartoffelmann als Klimaheld

Das sind die Gewinner: Felicia Müller (von links) und Stine Arnemann von der 9 b, Elisa Ruß und Patricia Kerl von der 8 b nach der Bekanntgabe des Klimaschutz-Slogans für Uslar und der Eröffnung der Ausstellung „Unser Haus spart Energie“ im Verwaltungsgebäude mit Sabine Neef vom Braunschweiger Energiemanagement-Büro merkWATT, das für Uslar das Klimaschutzkonzept erstellt. Foto: Schneider

Uslar. Die Stadt Uslar lässt gerade ein strategisches Konzept erarbeiten, was den Klimaschutz angeht. Passend dazu sind am Freitagabend die ersten Energie- und Klimaschutztage eröffnet und ein Slogan für den Uslarer Klimaschutz gekürt worden. Er heißt: „Pelle pro Planet. Kleine Stadt – Große Wirkung.“

Dabei hat die Stadt aus den Vorschlägen von 46 Teilnehmern ausgewählt und sich gefreut, dass die junge Generation so gut mitgemacht hat, wie der stellvertretende Bürgermeister Gerd Kimpel bei der Eröffnung der Energie- und Klimaschutztage vor über 50 Zuhörern im Rathaussaal sagte. Sechs Schulklassen und neun Schülerinnen und Schüler als Einzelteilnehmer beteiligten sich aus den Reihen der jungen Generation, insgesamt wurden 46 Vorschläge eingereicht.

Zwei Vorschläge vereint

Aus den Vorschlägen der beiden Gymnasium-Klassen 8b („Pelle pro Planet“) und 9 b (Kleine Stadt – Große Wirkung“) wurde schließlich der Slogan für das Uslarer Klimaschutzkonzept geformt, sagte Kimpel.

Der Pelle-Slogan der 8b (Lehrer: Katharina Neß und Ansgar Weingarten) knüpfe an Bestehendes an und fordere heraus, mit der Gastronomie und dem Tourismus zusammenzuarbeiten: Klimafreundlich Urlaub zu machen und kulinarisch zu leben, heißt es in der Begründung der Stadt. Pelle sei ein bodenständiges Uslarer Symbol, das die Stadt mit den globalen Herausforderungen der Welt verknüpfe. Der Slogan der 9b (Lehrer: Katharina Thiemann und Wolfgang Röttger) trage einen motivierenden Charakter: Das kleine Uslar könne viel bewegen.

Der zweite Preis ging an die Feuerwehr Schoningen für ihren Vorschlag „U. N. S. (Uslarer Natur- und Klima-Schutz“. Uslars stellvertretender Bürgermeister hob bei der Bekanntgabe der Gewinner des Klimaschutz-Slogan-Wettbewerbs den Beitrag der zehnjährigen Amelie Wolper hervor. Er heißt „Uslar – Unsere Stadt lebt aktiv & respektvoll“ und sei grafisch interessant umgesetzt mit Ginko-Blatt, Rathaus und Uslarer Wappen. Der Beitrag wurde zwar nicht als Klimaschutz-Slogan für Uslar ausgewählt, sagte Gerd Kimpel. Doch Amelies Vorschlag kam so gut an, dass man darüber nachdenken werde, wo er eingesetzt werden könne.

Geldpreise über 900 Euro

Am Freitag erhielten die ersten drei Wettbewerbsgewinner Geldpreise in Höhe von insgesamt 900 Euro und Eintrittskarten fürs Uslarer Badeland. (fsd)

Workshop mit Minister Wenzel

Die ersten Energie.. und Klimaschutztage in Uslar boten zum Auftakt noch ein Theaterstück im Rathaus-Saal und die Eröffnung der Ausstellung „Unser Haus spart Energie - Gewusst wie“ im Erdgeschoss der Uslarer Stadtverwaltung.

Bei dem Theaterstück gingen die beiden Darsteller vom Braunschweiger Energiemanagement-Büro merkWATT, Sabine Neef und Jan Altstädter, auf die Suche nach Energie-Räubern. Deutlich wurde, wie viel Energie täglich verschwendet wird, den Leuten viel Geld kostet und das Klima zusehends belastet.

In der Ausstellung im Hauptverwaltungsgebäude kann man sich über Gebäudesanierungen und den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmebereitstellung informieren, Die Rede ist von herstellerneutralen und interaktiv aufbereiteten anschaulichen und leicht zu erfassenden Informationen.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungzeiten der Stadtverwaltung montags, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr dienstags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr zu sehen. Schulbesuche mit Führungen sind möglich, Anmeldungen dafür bei Ralf Mohr, Tel. 05571-307-105, erforderlich.

Nächste große Veranstaltung der Energie- und Klimaschutztage in Uslar ist am Montag, 25. Januar, ab 19 Uhr der Workshop übe die Energiezukunft Uslars. Daran nimmt auch der Schirmherr der Veranstaltung, der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), teil. Dabei sollen Szenarien entwickelt werden, wie Uslar im Jahr 2050 energetisch versorgt werden könnte.

Die Veranstalter wünschen sich vor allem ein breites Teilnehmerfeld. So richten sie sich unter anderem an die Windrad-Gegner im Uslarer Land. Sie sollten zum Beispiel während des Workshop ihre Ideen einbringen, heißt es von Seiten der Gastgeber. Für den Workshop sind Anmeldungen empfohlen entweder beim Braunschweiger Energiemanagement-Büro merkWATT, Tel. 0531-23928010, oder bei Ralf Mohr in der Stadtverwaltung, Tel. 05571-307105. (fsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.