SC-Mitglieder für Übernahme der Glückauf-Halle – Vorstand soll mit Stadt verhandeln

Kein Sport ohne Halle

Sonja Gierke

Volpriehausen. Um die drohende Schließung zu vermeiden, sind die Mitglieder des Sport-Clubs Volpriehausen zur Übernahme der Glück-auf-Halle durch den Sportverein bereit. Einstimmig wurde der Vorstand in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Freitag zu Vertragsverhandlungen mit der Stadt beauftragt.

Eine Stunde hatten 90 Mitglieder zuvor im Gasthaus Anthon diskutiert. Hintergrund: Angesichts ihrer Schuldenlast versucht die Stadt Uslar, für alle Gemeinschaftseinrichtungen im Stadtgebiet örtliche Träger zu finden. Der Sparzwang der Stadt kommt die 688 SC-Mitglieder in Volpriehausen teuer. Wenn der Verein die Halle übernehme, bedeute dies Mehrkosten von 10 000 bis 12 000 Euro im Jahr, schätzt SC-Vorsitzende Sonja Gierke. „Das geht nur über eine drastische Erhöhung der Mitgliedsbeiträge“, erklärte Gierke, die auch stellvertretende Ortsbürgermeisterin ist.

Schön finde dies naturgemäß keiner der Mitglieder, berichtete Gierke. „Doch allen sei klar: Ohne Halle gibt es keinen Sport mehr in Volpriehausen.“ Der Sport-Club nutzt die Glückauf-Halle zu 95 Prozent. Außerdem dient das Gebäude als Sporthalle für die benachbarte Grundschule. Aus diesem Grund wird die Stadt Uslar auch künftig einen Teil der Bewirtschaftungskosten tragen müssen.

Zeit für Verhandlungen

Mit Blick auf die Dorfschule warb der SC-Ehrenvorsitzende Gerd Kimpel für eine Trägerschaft durch den Sportverein. Dies bedeute auch ein Stück Standortsicherung für die Schule nach 2013, hieß es. „Wir wollen die Infrastruktur im Dorf erhalten“, betonte Sonja Gierke. Darüber hätten alle aktiven Sportler im Vorfeld der Versammlung in ihren Gruppen diskutiert.

Laut Beschluss der Mitglieder solle der SC-Vorstand nun mit der Stadt das bestmögliche Ergebnis für den Verein aushandeln. Dazu ist laut Vorgabe der Stadt bis Juli Zeit. Ohne Regelung soll die Halle danach nur noch für den Schulsport geöffnet werden.

In den Verhandlungen sei noch eine Reihe von Details vom Winterdienst bis hin zur Höhe der städtischen Beteiligung wegen der Schulsport-Nutzung zu klären, sagte Gierke, die darauf hinwies, dass man Sporthallen und Dorfgemeinschaftshäuser nicht einfach vergleichen könne. So könne der Sport-Club nicht durch eine Schankgenehmigung Einnahmen erzielen und die Halle auch nicht für Hochzeiten und ähnliches vermieten.  (shx)

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