Neue Göttinger Gruppe begeistert das Uslarer Publikum mit Satire und Nonsens-Lyrik

Knebelkrähe und Schwachstelze

Sogar mit Verkleidung: Klaus Pawlowski. Foto: nh

Uslar. Die bekannten Göttinger Satiriker Peter Köhler, Klaus Pawlowski und Reinhard Umbach begeisterten als Neue Göttinger Gruppe auf Einladung des Literatur- und Kunstkreises am Freitag das Publikum im ofenbeheizten Nebengebäude des Uslarer Museums.

Ihre witzigen, deftigen, ironischen aber auch tiefgründigen und doppelbödigen Gedichte und Geschichten trafen immer ins Schwarze, lösten großes Gelächter und viel Beifall aus und versetzten das sachverständige Publikum an diesem Abend schon bald in Hochstimmung.

Nahezu jedes Thema von der Politik, der Wirtschaft, der Kultur und Bildung, der Tierwelt, der Liebe bis hin zum Reisen und zum Fußball wurde ironisch, kritisch und oft mit einem Augenzwinkern unter die Lupe genommen.

Gedichte und Geschichten

Pawlowski und Umbach tun das mit Gedichten, Köhler mit kurzen Geschichten. Alle Drei beherrschen die Kunst des brillanten Wortspiels mit zum Teil bissiger Pointe. Da ging es um Frauen, die vergeblich in ihren viel zu großen, vollgepackten Handtaschen verzweifelt ihr Handy suchen, um die vielen E-Mails im PC, die uns mit Werbung erschlagen und zur Weißglut bringen, um Fische, die bei Gewitter zu Helden werden, sowie um zahlreiche Vogelarten, die ironisch verfremdet, zu Schwarzgelddrosseln, Knebelkrähen, Schwachstelzen und Verschleiereulen mutieren.

Wie Robert Gernhardt

Köstlich auch der Ausflug in die Nonsens-Lyrik mit Limericks und dem akrobatischen Spiel mit der Sprache im Stile Robert Gernhardts.

Das Publikum bekam drei Zugaben und bedankte sich mit lang anhaltendem Beifall. (nh)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.