Fotovoltaikanlage wird installiert

Künftig Strom vom Dach für Schlarper Dorfauto

Schlarpe – Damit ist unser Projekt perfekt, freuen sich Vorsitzender Andreas Stänger und sein Stellvertreter Stephan Hennecke vom Verein Gemeinschaftliches Schlarpe: Oben auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses installiert die Firma Wilksch-Ellies aus Schönhagen die Fotovoltaikanlage.

Sie liefert künftig Strom für das Elektro-Dorfauto, das um die Ecke neben dem Eingang zum Dorfgemeinschaftshaus steht und seit Mai für die Gemeinschaft im Einsatz ist. Der Schlarper Verein ist bisher der einzige im Landkreis Northeim mit solch einem Carsharing-Projekt.

Und wenn nun die Fotovoltaikanlage hinzukommt, ist es nach Meinung der Macher mit dem Vorsitzenden Andreas Stänger an der Spitze, zu gleich Ortsbürgermeister, Zeit für eine offizielle Einweihungsfeier, um sich vor allem für die Zuschüsse aus Dorfentwicklungsprojekten und von Sponsoren zu bedanken. Die Einweihungsfeier findet am Freitag, 25. Oktober, am Dorfgemeinschaftshaus statt. Ab 15.30 Uhr werden Probefahrten mit dem Elektroauto angeboten. Um 16 Uhr soll die Feierstunde beginnen, zu der die „Abteilung E-Auto – wir fahren elektrisch“ unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Friedl einlädt.

Die Fotovoltaikanlage hat eine Leistung von 20 Kilowattstunden. 67 Module werden auf dem Südseiten-Dach des Saales am DGH installiert. Kostenpunkt: 26 000 Euro. 50 Prozent der Kosten übernimmt das EU-Programm Leader, die Co-Finanzierung der Landkreis Northeim. Geld kommt auch von der Stadt Uslar sowie vom Verein Gemeinschaftliches Schlarpe mit einem Darlehen.

Außerdem hat der Verein beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Antrag gestellt für einen Monitor, der die Stromerzeugung in Schlarpe nach außen sichtbar anzeigt. Wichtig war den Schlarpern zudem, den Auftrag für die Fotovoltaikanlage an eine Firma aus dem Uslarer Land zu vergeben.

Zur Feierstunde laden die Schlarper auch ihre Fahrgäste aus den Bollert-Orten ein und bieten ihnen an, sie mit dem Elektroauto abzuholen. Sie müssen sich an den Fahrdienst oder an Andreas Stänger, Tel. 0 55 71/16 75, wenden.

Insgesamt gesehen ist das Projekt laut Abteilung E-Auto gut angelaufen. Insbesondere dessen soziale Komponente, der Fahrdienst für Personen ohne Führerschein, entwickle sich sehr gut. Er werde gerne von den älteren Mitbürgern zu Fahrten zu Ärzten, zum Einkaufen und anderen Terminen genutzt. Die Vorteile des Carsharings für die Mitglieder werden aber erst zögerlich angenommen, heißt es.

Verein will Zuschuss der Stadt beantragen

Neben dem Elektro-Dorfauto-Projekt arbeitet der Verein Gemeinschaftliches Schlarpe seit zwei, drei Jahren an der Modernisierung der Küche und der Erneuerung des Treppenaufgangs am Dorfgemeinschaftshaus. Aus Schlarper Sicht steht eine Lösung bevor.

Der Antrag, den der Schlarper Trägerverein über die Stadt Uslar beim ZILE-Förderprogramm (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) gestellt hat, ist positiv beschieden: Für die Investitionssumme von 63 000 Euro gibt es 70 Prozent von ZILE, berichtet der Verein. Weil er es aufgrund seiner vielen Investitionen in die Dorfgemeinschaftsanlage in der jüngsten Vergangenheit derzeit nicht allein schaffe, will er jetzt finanzielle Hilfe bei der Stadt Uslar beantragen und hat erste Anfragen an die Stadtratsfraktionen losgeschickt. 

Man sei optimistisch, hieß es in Schlarpe und verwies unter anderem auf den jüngsten Zuschuss der Stadt Uslar für die Mehrzweckanlage in Delliehausen. Neben der Küche, die die Schlarper schon lange vergrößert sehen wollen, liegt ihnen besonders die steile Treppe vor der Tür des Dorfgemeinschaftshauses am Herzen: Sie soll mit Blick auf ältere Mitbürger nicht mehr so steil ausfallen und aus rutschfesterem Material hergerichtet werden. Die Zuschusszusage ist an die Auflage gebunden, die Projekte bis zum 30. Juni 2020 abgeschlossen und abgerechnet zu haben.

Rubriklistenbild: © Foto: Frank Schneider

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