Bilder des verstorbenen Malers Sigmund Strecker sind bis Sonntag im Bodenfelder DLRG-Zentrum zu sehen

Aus dem Kultur-Schlaf erwacht

Der friedvolle Soldat: Unter diesem Titel ist die Ausstellung mit Bildern von Sigmund Strecker noch bis Sonntag im DLRG-Zentrum zu sehen. Bernhard Strecker (rechts) und sein Bruder Christoph (links) waren zur Eröffnung aus Melle-Neuenkirchen und Stuttgart angereist. Foto: Porath

Bodenfelde. Mit der ersten Kunstausstellung im DLRG-Zentrum erwacht der Flecken Bodenfelde aus dem kulturellen Dornröschenschlaf. Zu verdanken ist es den Bildern des hier geborenen und 1969 verstorbenen Kunstmalers Sigmund Strecker und Annette Müller-Zitzke, die den Kontakt zwischen dem Flecken und Streckers Sohn Bernhard herstellte. „Ich bin gekommen, Ihre Herzen zu erobern, jetzt erobern Sie mein Herz“, zeigte sich Bernhard Strecker begeistert vom Engagement der Einwohner und des Bürgermeisters, das zu der Ausstellung im Geburtsort seines Vaters Sigmund Strecker geführt hat. Dessen Wiege stand im alten Lehrerhaus, das viele Jahre lang das Rathaus des Ortes war und wo sich heute das Café Ambiente an der Bleekstraße befindet.

Der Kunstmaler war im Alter von 14 Jahren Waise geworden, nach Halle an der Saale gezogen und hatte später in Melle-Neuenkirchen eine neue Heimat gefunden. Aus Anlass seines 100. Geburtstags hatte Sohn Bernhard eine Ausstellung seiner Werke kuratiert, die bereits in Melle, Gütersloh und Halle/Westfalen zu sehen war.

Den Teil seiner Bilder, die unter dem Titel „Der friedvolle Soldat“ im DLRG-Zentrum zu sehen sind, hatte er während des Krieges als Soldat auf der Krim gemalt. Die Aquarelle und Zeichnungen zeigen Landschaften und den Alltag der Menschen, noch friedvoll und nicht vom Krieg gezeichnet, aber in der Stimmung bereits melancholisch. Bei der Eröffnung versuchte der Bodenfelder Jan-Eric Müller-Zitzke diese Stimmung einzufangen, der den Akt vor 50 Gästen musikalisch am Klavier mit eigenen Stücken und Werken des sowjetischen Komponisten Khatchaturian begleitete. Bürgermeister Mirko von Pietrowski begrüßte die „Heimkehr“ Streckers nach Bodenfelde und freute sich noch mehr, dass diese Ausstellung das kulturelle Leben des Ortes bereichert. Gleichzeitig bedankte von Pietrowski sich für den Zusammenhalt von Rat, Vereinen und der Kreis-Sparkasse Northeim als Sponsor, die sie möglich gemacht haben. Wie es andere machen, dass kann sich von Pietrowski demnächst bei seinem Amtskollegen in Melle-Neuenkirchen ansehen. Bernhard Strecker, der dort ein privates Museum mit Bildern seines Vaters betreibt, hatte die Einladung mitgebracht. (zyp)

Die Ausstellung im DLRG-Zentrum (Jahnstraße) ist heute von 16 bis 19 Uhr und am Sonntag von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

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