Landesrekord: Die Uslarer Polizei klärte 2011 drei von vier Straftaten auf

Klärt Unfallfluchten auf: Polizeioberkommissar Peter Milla von der Polizei Uslar. Foto: Schlegel

Uslar. Das Polizeikommissariat Uslar kann einen Rekord vermelden. Es hat landesweit die beste Aufklärungsquote bei den Straftaten. Wurden 2010 72,8 Prozent aller Fälle geklärt, so stieg 2011 diese Quote noch einmal auf 75,9 Prozent an: Damit werden im Solling drei von vier Straftaten aufgeklärt.

Das berichteten Erster Polizeikommissar Günter Mäuselein, Chef des Polizeikommissariates Uslar, und Polizeihauptkommissar Heinz Stützebach, Leiter des Uslarer Kriminalermittlungsdienstes, bei der Vorstellung der Sollinger Kriminalstatistik für das vergangene Jahr.

„Wir haben eine so hohe Aufklärungsquote, weil die überwiegende Zahl unserer Täter aus unserem Zuständigkeitsbereich kommt. Wir kennen unsere Straftäter“, macht Mäuselein deutlich. Weiterer Vorteil: „Wir bekommen überdurchschnittlich viele Hinweise aus der Bevölkerung, die uns die Aufklärung erleichtert“, so Mäuselein. Die Kriminalität im Solling ist insgesamt rückläufig: Gab es im Jahr 2010 noch 1046 registrierte Straftaten, so ging die Zahl im vergangenen Jahr auf 936 Fälle zurück – minus 10,5 Prozent. „Das sind Schwankungen im normalen Bereich“, sagt Stützebach. Im Solling gab es 155 Strafverfahren wegen Körperverletzung, ein Fall mehr als 2010. Die Zahl der Diebstähle ging um 23 auf 248 zurück.

Sorgen machen der Polizei die Betrugsdelikte, die trotz eines Rückgangs um 55 mit 219 nach wie vor zu hoch sei. „Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fällen im Internet. Hier tauchen immer wieder neue Betrugsmaschen und neue Täter auf, die vorher nicht kannten“, berichtet Stützebach.

2011 gab es einen Rückgang bei den Sachbeschädigungen. Sie gingen um 48 Fälle auf 101 zurück. Froh ist die Polizei, dass sie inzwischen fast jeden zweiten Fall dieser Art aus der Bevölkerung aufklären kann. Dabei hilft die Bevölkerung.

Stützebach warnt nach wie vor davor, eine Geldbörse offen mitzuführen. „Das ist geradezu eine Einladung für Täter“, macht der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes deutlich.

Beschaffungskriminalität

Die Zahl der Drogendelikte ging um zwei auf 35 Fälle nach oben. Absoluter Schwerpunkt ist dabei der Konsum von Haschisch-Produkten. Die Polizei geht davon aus, dass ein Gutteil der Diebstähle auf die Beschaffungskriminalität für Drogen zurückgeht. (bsc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.