Uslar

Langes Warten auf Zone 30 nervt den Kammerborner Ortsrat

Enge Ortsdurchfahrt: In Kammerborn wünscht sich der Ortsrat schon lange, dass Lastwagen nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren sollen. ARCHIV
+
Enge Ortsdurchfahrt: In Kammerborn wünscht sich der Ortsrat schon lange, dass Lastwagen nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren sollen. ARCHIV

Kammerborn – Eigentlich hätten der Kammerborner Ortsbürgermeister Matthias Rieger und seine Ortsratskollegen einige Fragen an den Uslarer Bürgermeister gehabt. Weil diese aber nicht im Landcafé Gollart auftauchte, wurde sie nicht gestellt. Für die sieben Zuhörer bedeutete das vor allem, dass die öffentliche Sitzung des Ortsrates nach gut einer Stunde schneller zu Ende war, als gedacht.

Wenn Rieger die Themen der März-Sitzung nicht selbst auf dem Zettel gehabt hätte, wäre er schon in der ersten Einwohnerfragerunde daran erinnert worden. Da ging es um die Tempo-30-Zone für Lastwagen auf der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 241.

Versprochen worden sei die Maßnahme für Anfang Mai dieses Jahres, sagte der Ortsbürgermeister. Anfang Juni habe er bei der Stadtverwaltung nachgefragt, weil nichts passiert sei. Da bekam er die Auskunft, dass der Landkreises die Beschilderung für Juni zugesagt habe. Doch passiert sei immer noch nichts.

Das gilt auch für die zugesicherten häufigeren Geschwindigkeitskontrollen im Dorf. Rieger will nicht nachzulassen und weiter nachfragen.

Gleichzeitig bemängelte er die Informationspolitik der Verwaltung und des Kreises, die Nachfragen immer wieder nötig machen. Er sagte, dass die Ortsräte Sohlingen, Kammerborn und Schönhagen aufgrund der hohen Belastung der Straße „weitere Schritte“ fordern, wenn sich Kreis und das Straßenbauamt nicht rühren. Konkretes sagte Rieger nicht.

Keinen Fortschritt gebe es in Sachen Spielplatz-Zaun. Der werde, anders als geplant, dieses Jahr nicht mehr kommen, sondern erst im nächsten Jahr. Das Geld dafür sei da, hieß es weiter. Zu den vom Ortsrat gewünschten zwei neuen Spielgeräten gebe es noch keine Rückmeldung aus der Verwaltung. Die Kammerborner wollen sich indes um weitere Sponsoren bemühen.

Einstimmig stimmte der Ortsrat einem Antrag zu, dass die Stadt die Obstbäume in der Gemarkung beschneiden und neue Bäume anpflanzen soll.

Neben Kritik hatte der Ortsbürgermeister auch Lob parat. Er bedankte sich bei dem Sohlinger Landwirt, auf dessen Acker die Kammerborner ihr Osterfeuer aufbauen. Rieger dankte auch den Einwohner, die Beete im Dorf pflegen und lobte die Arbeit von Firma Mester (Gierswalde), die an anderen Stellen mit der Beetpflege und Grünarbeiten beauftragt ist. Das komme gut an, weil es gut und sauber gemacht werde, sagte Rieger.

Einwohner, die ihren Grünschnitt illegal entsorgen, warnte der Ortsbürgermeister. Das werde verfolgt. Auch die Sanierung kaputter Straßen möchte der Ortsrat verfolgen. Einwohner sollen ihm Schadstellen melden.  zyp

Von Gudrun Porath

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.