Susanne und Stephan Nerlich kümmern sich um vernachlässigte Kleintiere

Ein Leben für die Kaninchen

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Zuneigung und Körpernähe: Susanne Nerlich mit einem ihrer Hasenkaninchen.

Lippoldsberg. Kaninchen aus schlechter Haltung in einer privaten Auffangstation ein neues Zuhause zu geben, das hat sich die Erzieherin Susanne Nerlich zur Aufgabe gemacht.

Kontakt

Susanne Nerlich, Telefon 0151-21808324; Internet: www.die-Fellnasen.repage7.de

Bereits vor ihrer Hochzeit – da wohnte sie noch in Reinhardshagen – hat sie sich um Kleintiere in Not gekümmert. Nun ist sie verheiratet und lebt mit ihrem Mann Stephan in einem Eigenheim in Lippoldsberg.

Dort gibt es viele Möglichkeiten, die Tiere in Schuppen, Scheunen und im Garten gut unterzubringen bis sie vermittelt sind. Inzwischen kümmert sich auch ihr Mann um die Tiere und hat Freude daran. Denn er wusste, wenn er seine Lebensgefährtin heiratet, gehören die Tiere dazu. Neben 30 Kaninchen, die vermittelt werden sollen, zählen zehn eigene Kaninchen, vier Hunde und drei Katzen zur Familie.

Die Tierstation wird nicht gewerblich betrieben, sie wirft keine Gewinne ab. Der Betrieb ist allein dem Tierschutz geschuldet. Täglich zwei Stunden Zeit nimmt es in Anspruch, die Kaninchen zu versorgen, für den einmal wöchentlichen Großputz benötigen die Nerlichs zusätzlich acht Stunden. „Dieses Konzept ist entstanden, weil immer mehr Menschen Tiere in Kartons irgendwo abstellen oder im Feld aussetzen“, sagt die selbsternannte Tierschützerin.

„Dass sie dort aber so gut wie keine Überlebenschance haben, darüber machen sich die Leute keine Gedanken.“ Bei den Tieren handelt es sich zudem um Kaninchen aus Zuchtauflösungen und von Familien, die der Tierhaltung nicht gewachsen sind. Die Haus- und Zwergkaninchen vieler Rassen in schwarz, weiß, braun oder gefleckt haben alle Namen wie zum Beispiel Sunshine, Lulu, Stupsi, Snow oder Queely.

Kleintiere in Not und Menschen mit Kleintieren in Not, da setzt das Ehepaar mit seiner Hilfe an. „Weil unsere Tiere teilweise aus einer schlechten Haltung kommen, sollen sie den Rest ihres Lebens artgerecht verbringen können.“

Viele Kaninchen haben bereits ein neues Zuhause gefunden, einige warten noch. Froh sind Nerlichs, dass sie von der Wau-Mau-Insel und den Kaninchen- und Meerschweinchenfreunden in Kassel sowie der Reinhardshäger Tierärztin Dr. Ute Schäfer unterstützt werden.

Kaputte Hüfte

Es gebe auch Tiere, die kaum Vermittlungschancen haben, aber genau wie ein gesundes Kaninchen ein Zuhause brauchen, sagt Susanne Nerlich. „Wir sind immer glücklich, wenn auch so ein Tier seinen Menschen gefunden hat. Das sind beispielsweise Kaninchen mit Zahnfehlstellungen oder wie Rocky, der eine gebrochene Hüfte hat, die ihn beim Hoppeln beeinträchtigt. Oder Denny, er wurde im Wald gefunden und bekommt ab und zu mal einen Schnupfen. (zpy/nh)

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