Anwohner befürchten Schäden

Linden in Schönhagen sollen nach und nach entfernt werden

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Mächtige Bäume: In Schönhagen an der Lindenstraße sorgen sich die Anwohner um ihre Sicherheit. Der Ortsrat fordert, dass die Bäume nach und nach entfernt werden sollen.

Bei einer Gegenstimme von Heidemarie Steingräber hat der Ortsrat Schönhagen dafür gestimmt, dass die Linden an der Lindenstraße beseitigt werden.

Das ist der Kernbeschluss, der am Mittwochabend vor 16 Zuhörern in öffentlicher Sitzung im Gasthaus Zur Harburg gefasst wurde und allgemein auf Zustimmung stieß, vor allem aber für Erleichterung in den Reihen der Anwohner der Lindenstraße sorgte. Manfred Bursian dankte im Namen der Anwohner.

Ortsbürgermeisterin Nicole Wilksch verlas die Stellungnahme, in der steht, dass die meisten Bäume Sommerlinden sind, die bis zu 40 Meter hoch werden und wegen der geringen Abstände zu Häusern für diesen Standort eindeutig ungeeignet und viel zu groß seien.

Durch falsche Pflege vor Jahrzehnten würden fast alle Bäume zum Teil deutliche Schäden aufweisen. Diverse Bäume mussten bereits aufgrund der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden.

Die jährlichen Kosten für Baumpflege und Sicherungsmaßnahmen wie das Angurten von Ästen seien schon jetzt enorm und würden noch zunehmen. Die Schäden durch das Wurzelwerk an Kanalisation, Straßenbelag, Gehwegen, Einfahrten und Gärten seien groß und würden sich weiter verstärken.

In der Stellungnahme steht ferner, dass die Zumutbarkeitsgrenze der Anwohner erreicht sei. Sie hätten vor allem Angst vor Sturm, umstürzenden Bäumen und abbrechenden Ästen. Auch die Beschattung von Wohnungen und Gärten und eingeschränkte Garten- und Balkonnutzung führten zu Verärgerungen und Unmut.

Der Ortsrat fordert, dass zuerst die Linden entfernt werden sollen, bei denen die Verkehrssicherungspflicht nicht gewährleistet ist, deren Standsicherheit eingeschränkt ist und deren Größe und Nähe zu benachbarten Häusern ein erhöhtes Gefahrenpotenzial bei Sturm aufweise.

Bäume, deren Wurzelwerk die Kanalisation schädige, sollen mittelfristig entfernt werden. Dadurch würden Straßen- und Kanalisationsschäden sowie Unterhaltungskosten für die Baumpflege deutlich minimiert.

Als Ersatzbepflanzung befürwortet der Ortsrat Sträucher und Büsche in Abstimmung mit den Anliegern. Als Ersatz für jede gefällte Linde sollen Laubbäume im Ortsgebiet oder in der Gemarkung gepflanzt werden.

Ortsbürgermeisterin Nicole Wilksch berichtete, dass die Kanaluntersuchung an der Lindenstraße ergab, dass keine schlimmen Schäden vorhanden seien. Es würde reichen, die kleinen Schäden in den nächsten fünf Jahren zu beseitigen – ohne Anliegerbeteiligung. Stadtratsmitglied Harry Erfurt lobte den Beschluss zur Lindenstraße, weil Hab und Gut geschützt würden und der Weg, es nach und nach umzusetzen, der machbare sei. 

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