Bauwerk mit Rechen und Drosselung geplant

Lösung für Hochwasserproblem in Allershausen in Sicht

Allershausen. Seit über zehn Jahren beschäftigt die Anwohner am Steimker Weg in Allershausen immer wiederkehrendes Hochwasser. Jetzt ist endlich eine Lösung in Sicht.

Wie die aussehen soll und was sonst noch an Baumaßnahmen im Ort zu erwarten ist, präsentierte Diethelm Breker vom Baubetrieb der Stadt Uslar vor 16 Zuhörern während der öffentlichen Ortsratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus.

Ortsbürgermeister Reinhard Möller konnte sich an diesem Abend entspannt zurücklehnen, denn er hatte mit Diethelm Breker, der beim städtischen Bauamt zuständig unter anderem für Hochwasserschutz und Straßenbau, und Matthias Klinge von den Stadtwerken zwei Experten eingeladen.

Breker erklärte ausführlich, wie die Wasserproblematik am Steimker Weg gelöst werden soll. Dort kommt es immer wieder zu Hochwasser, weil bei Regen zu viel Wasser aus dem höher gelegenen Industriegebiet und der Siedlung Am Gänsekopf ankommt.

Dieses Wasser fließt zunächst in einen Kanal nördlich des Bahndamms, der erneuert und mit einem Rechenbauwerk aus Beton sowie einer Drosselung versehen werden soll, erläuterte Breker an einer Zeichnung.

So fließe das Wasser langsamer durch den offenen Durchlass im Bahndamm und in den dahinter folgenden Graben. Die Drosselung soll verhindern, dass der Graben überläuft und die Anlieger geschädigt werden.

Der Plan liege dem Landkreis zur Genehmigung vor. Der hat die Anlieger bereits angeschrieben. Breker bot seine Hilfe an, wenn es zu dem Schreiben Fragen gebe. Die bereits an dem Graben aufgetretenen Schäden werde man sich ansehen, um dann bei Bedarf über weitere Maßnahmen zu entscheiden.

Die zweite große und seit längerem immer wieder monierte Baustelle im Ort ist der Bahnhofsvorplatz, wo Straße und Gehweg große Löcher aufweisen. Bei Regen fließt das Wasser kaum ab. „Der Kanal ist Schrott“, brachte es Breker auf den Punkt. Eine neue Asphaltschicht aufzubringen, sei deshalb keine Lösung. Vielmehr soll die Entwässerung erneuert und der Platz bei dieser Gelegenheit neu gestaltet werden.

Das koste mehrere hunderttausend Euro und damit wesentlich mehr Geld, als das Sonderprogramm Straßensanierung hergebe. Geld soll jetzt ein Förderantrag bringen. Damit sei es möglich, bis zu 75 Prozent der Baukosten als Zuschuss zu bekommen.

Auch die Pläne zur Sanierung der Ladestraße gehörten noch zu den Programmpunkten, die Breker zu bestreiten hatte. Hier ergänzte er die bereits bekannten Maßnahmen mit dem Hinweis, dass es möglicherweise zwei Ausweichbuchten geben werde, die in der aktuellen Ausschreibung noch nicht berücksichtigt seien.  zyp

Rubriklistenbild: © Foto: Frank Schneider

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