Beruf Koch: Markus Höche bester Auszubildender in Niedersachsen

Grund zur Freude: Den haben Eckhard und Gabriele Höche vom Hotel Fröhlich Höche in Schönhagen, denn Sohn Markus hat nicht nur seine Ausbildung abgeschlossen und ist der beste Azubi seiner Zunft in Niedersachsen. Er will auch irgendwann das Familienunternehmen fortführen. Foto: Schneider

Schönhagen. Er hat schon als kleiner Junge gern beim Vater am Herd gestanden. Inzwischen ist Markus Höche aus Schönhagen 21 Jahre alt, gerade als bester Auszubildender Niedersachsens im Beruf Koch ausgezeichnet worden, hat ein Teilzeitstudium zum Hotelbetriebswirt begonnen und kündigt an, an den heimischen Herd zurückzukehren.

Ja, er plant irgendwann einmal, das elterliche Hotel Fröhlich-Höche fortzuführen, sagt der erfolgreiche Koch wenige Tage nach der großen Auszeichnung. Nicht nur das: Höche arbeitet im Gauß-Restaurant von Jaqueline Amirfallah in Göttingen, unter anderem bekannt als Fernsehköchin.

Dort hat er die zweite Hälfe seiner Ausbildung verbracht und danach eine Stelle angenommen. Drei Tage die Woche arbeitet er für Amirfallah und die gehobene Küche, zwei Tage steht das Studium zum staatlich anerkannten Betriebswirt im Hotel- und Gaststätten Gewerbe auf dem Wochenplan.

Damit ebnet Markus Höche den Weg zurück an den heimischen Herd. Für ihn ist das eine ganz bewusste Entscheidung. Darin sieht er seine berufliche Zukunft, zumal im Hotel Fröhlich-Höche in den vergangenen Jahren entsprechend vorausblickend in einen Umbau und eine Vergrößerung investiert wurde.

Auch ganz persönlich fühlt sich Markus Höche in seiner Rolle pudelwohl: Er ist als Familienmensch ohnehin gern zu Haus in Schönhagen und da ist es selbstverständlich, in der Küche und auch im Service bei Bedarf mal auszuhelfen.

Der ambitionierte Koch und Gastronom will mit seinen Plänen aber auch ein Zeichen setzen, und zwar gerade für die Region Uslar, die nach seinen Worten oft als „verlassen“ bezeichnet wird. Höche spricht von der Chance zu zeigen, dass sich auch im Uslarer Land die Gastronomie weiterentwickelt und an der Zukunft der Region interessiert ist.

Dafür steht er ein. Für ihn ist es wichtig, eines Tages das seit über 130 Jahren im Familienbeseitz befindliche Hotel zu übernehmen, den guten Namen zu bewahren. Klar ist für ihn, dass er viel erhalten, aber auch neues aufgreifen werde.

Zuhaus in der Hotelküche nehmen ihn die Eltern ganz bewusst in die Mitte. Hier hat das gastronomische Handwerk eine Perspektive.

Er isst am liebsten Rinderroulade

Fragen und Antworten

Markus Höche aus Schönhagen hat zuletzt in seiner Lehrzeit im Gauß-Restaurant von Jaqueline Amirfallah gearbeitet und wurde als bester Auszubildender Niedersachsens im Beruf Koch ausgezeichnet.

Was hat Markus Höche bei seiner Kochprüfung gekocht?

Ein Drei-Gänge-Menü: Rinderkraftbrühe mit Sellerie-Püree, Petersilie und Brioche,

gebratenes Schweinefilet in Kartoffel-Salbei-Biscuit mit Thymian-Soße, Kohlrabi-Ravioli, grünen Bohnen und Bohnenkraut,

Creme von Mascarpone und Limone, Erdbeer-Sorbet und Macarons mit Minz-Ganache. Er bekam dafür die Note eins und 96 Punkte.

Was hat seine Chefin Jaqueline Amirfallah zur erfolgreiche Prüfung gesagt?

Die fand die Leistung von Markus Höche großartig und hat sich richtig gefreut, berichtet Höche. Sie war bei der Prüfung nicht dabei, weil für sie zeitgleich aktuelle Dreharbeiten für das ARD-Buffet stattfanden.

Wo hat Markus Höche schon gearbeitet?

Die erste Hälfte seiner Ausbildung absolvierte er im „Romantischen Winkel“ in Bad Sachsa, danach war er im Gauß-Restaurant von Jaqueline Amirfallah. Dort arbeitet er weiterhin. In seinem Lebenslauf steht außerdem ein dreiwöchiges Auslandspraktikum im Hilton-Hotel in Wien (Stadtpark). Das war, was die Größe des Hauses angeht, „eine ganz andere Dimension“, erinnert sich Höche.

Gibt es berufliche Vorbilder?

Da zögert der erfolgreiche Nachwuchskoch keine Sekunde: „Mein Vater ist schon immer mein Vorbild“, sagt er über Küchenmeister Eckhard Höche.

Was ist das Lieblingsgericht von Markus Höche und was macht er, wenn er nicht kocht und studiert?

Er mag am liebsten Schmorgerichte wie die klassische Rinderroulade. In seiner Freizeit geht der 21-Jährige, der ledig ist, gern laufen und verbringt die Zeit mit Freunden und der Familie.

Was sagt Markus Höche zu den vielen Kochsendungen im Fernsehen?

Ab und zu guckt er mal zu und findet sie auch ganz interessant. Er bedauert aber, dass es immer heißt „Wir haben da mal was vorbereitet“. Denn damit werde die doch wichtige Vorbereitung nach Meinung von Markus Höche absolut vernachlässigt.

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