Parteilose Bürgermeisterin der Stadt Uslar reicht Antrag für vorzeitigen Ruhestand ein

Uslarer Bürgermeisterin Martina Daske wirft Handtuch

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Martina Daske

Uslar. Seit dem 1. Februar 2007 war Martina Daske (Barterode) als parteilose Bürgermeisterin der Stadt Uslar im Amt. Heute gab sie – fünf Jahre nach ihrem Amtsantritt und der gescheiterten Abwahl am 11. September durch einen Bürgerentscheid, ihren Rücktritt bekannt.

Die Bürgermeisterin stellt beim Ratsvorsitzenden Georg-Wilhelm Elias (CDU) den „Antrag auf Versetzung in den Ruhestand aus besonderen Gründen.“

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Als Hauptgrund nennt Daske, dass der neue Stadtrat aus der gescheiterten Abwahl „bis zum heutigen Tage keine Konsequenzen gezogen“ hat. Der Vertrauensverlust zwischen Stadtrat und Bürgermeisterin sei endgültig. Zudem seien die handelnde Personen im Stadtrat die Gleichen wie vor der Kommunalwahl. Diese hätten keine Verantwortung übernommen und ein erforderliches Umdenken für eine gute Zusammenarbeit finde nicht statt, heißt es in der Begründung von Daske.

Zudem sei das Bürgermeisteramt nach wie vor nicht mit personellen und finanziellen Befugnissen ausgestattet und die Stellung des Bürgermeisters durch Direktwahl werde im Stadtrat beharrlich ignoriert. „Die Reputation der Stadt, des Bürgermeisteramtes und meiner Person hat mittlerweile deutlich Schaden genommen“, so die Bürgermeisterin, die zudem von „Angriffen und fortgesetzten Verleumdungen“ spricht.

„Zu meinem großen Bedauern muss ich einsehen und feststellen, dass ich für Sie, die Bürgerinnen und Bürger, nichts mehr tun kann. Für eine gute, zukunftsweisende Arbeit für die Stadt Uslar fehlt jegliche Grundlage“, heißt es weiter.

Nachdem Martina Daske das Handtuch geschmissen hat, muss der Rat der Stadt Uslar noch abschließend über ihren Antrag beraten und in namentlicher Abstimmung über das mögliche Amtsende entscheiden. (jdx) Archivfoto: Schneider

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