Großeinsätze für die Feuerwehren

Maschinen und Felder im Solling und an der Weser brannten

Wahmbeck / Eschershausen. Brennende landwirtschaftliche Maschinen und Felder bei Wahmbeck und bei Eschershausen hielten die Feuerwehren der Region am Samstag in Atem: Denn bei der Trockenheit fingen sogleich auch die Stoppelfelder Feuer.

Die Feuerwehren verhinderten Schlimmeres, bei Eschershausen gar einen Waldbrand.

Bei Wahmbeck geriet am Samstag um 12.15 Uhr zuerst eine Rundballenpresse aus unbekannter Ursache und in der Folge rund ein halber Hektar Gerstenstoppel auf einem Acker in der Gemarkung Überm Teiche in Brand. Ein 65-jähriger Landwirt aus Bodenfelde war auf dem abgeernteten Gerstenfeld beim Pressen der Rundballen. Als er den vierten Ballen aus der Maschine ausrollte, stand dieser bereits in Flammen. Kurzerhand fuhr er mit der lichterloh brennenden Hochdruckpresse auf die Straße und spannte die landwirtschaftliche Maschine ab.

Es herrschte starker Wind

Kurz nach der Alarmierung waren 50 Feuerwehrleute mit sieben Tanklöschfahrzeugen vor Ort. Wegen starken Windes galt es, neben dem Ablöschen der Maschine auch ein Übergreifen des Flächenbrandes auf einen angrenzenden Acker zu vermeiden. Das gelang durch den Einsatz der insgesamt 40 Feuerwehrleute aus Wahmbeck, Bodenfelde, Lippoldsberg, Vernawahlshausen, Schönhagen und Uslar. Den Sachschaden schätzte der Landwirt auf rund 30 000 Euro.

Die Straßenmeisterei Uslar sicherte vorsorglich eine kleine Beschädigung des Fahrbahnbelages ab.

Gegen 15.45 Uhr fing der Mähdrescher eines 29-jährigen Landwirts aus einem Uslarer Ortsteil wegen eines technischen Defekts Feuer. Die Maschine war laut Polizei auf einem Feld in Verlängerung des Eschershäuser Henneckenbergsweges im Einsatz. Dadurch wurde auch das Stoppelfeld in Brand gesetzt.

Löschzug fünf kam hinzu

Zuerst waren nach Angaben von Stadtbrandmeister Jörg Jacob die Ortsfeuerwehren Eschershausen und Uslar alarmiert worden. Beim Eintreffen der Kräfte drohte das Feuer, sich auf den angrenzenden Waldrand auszubreiten. Zur Unterstützung wurde der Löschzug 5 (Dinkelhausen, Vahle, Bollensen, Eschershausen) alarmiert. Dieser Löschzug verfügt zu dieser Jahreszeit immer über gefüllte Wasserfässer und entsprechende Zugfahrzeuge, um größere Mengen Löschwasser auch in abgelegene Bereichen zu bringen.

Das Feuer auf dem Feld und dem Mähdrescher wurde durch die Feuerwehrleute aus Eschershausen und Uslar, die teilweise unter Atemschutz vorgehen mussten, sofort bekämpft. Gemeinsam konnte durch den schnellen Einsatz aller Kräfte und der Wasserfässer die Ausbreitung in Richtung Wald verhindert werden, berichtet Jacob.

Die 380 Meter lange Löschwasserversorgung vom letzten Hydranten bis zur Wasserübergabestelle wurde durch den Löschzug 5 aufgebaut.

Den Schaden in diesem Fall gibt die Polizei mit 60 000 Euro geschätzt. (jde/fsd)

Rubriklistenbild: © Foto: Jürgen Dumnitz

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