Fluss-Badetag 2018

Mehr als 70 Teilnehmer schwammen von Oedelsheim bis Wahmbeck

Oedelsheim. „Ich bin ganz aufgeregt und ich freue mich riesig“, sagte die zehnjährige Finja aus Offensen vor dem Sprung in die Weser beim europäischen Fluss-Badetag 2018 in Oedelsheim.

Zusammen mit ihrem Papa war sie das erste Mal dabei. Bedenken, die Strecke nicht zu schaffen, hatte sie nicht. Finja ist eine gute Schwimmerin und gehört der DLRG-Ortsgruppe Uslar an.

Mehr als 70 Frauen und Männer sind am Sonntagmorgen in das erfrischende Nass gestiegen, bei einer Wassertemperatur von 20 Grad und einem Wasserstand von einem Meter. Sie sind von Oedelsheim bis Wahmbeck geschwommen. Finja war eine der jüngsten Teilnehmerinnen. 

Das erste Mal dabei: Finja war mit zehn Jahren eine der jüngsten Schwimmerinnen.

Einer der ältesten Teilnehmer war der 73-jährige Klaus Steingräber aus Schoningen. Es war ebenfalls sein erstes Weserschwimmen. „Ich mache mir keine Sorgen, dass ich das nicht schaffe“, meinte er zuversichtlich. Seit zehn Jahren ist Walter Petersen aus Schoningen dabei. „Es ist für mich zu einem Muss geworden, beim Fluss-Schwimmen mitzumachen“, betonte der 64-Jährige. Für ihn sind es die Natur und die Fluss-Idylle, die er schätzt. „Ich schwimme sehr gerne, bin zweimal in der Woche im Schwimmbad. Und Urlaub ohne Wasser gibt es bei uns nicht.“

Für die Strecke wurden durchschnittlich zwei Stunden benötigt. In Gieselwerder, Lippoldsberg und Bodenfelde bestand die Möglichkeit zum Ein- oder Aussteigen. „Wir hatten 2017 einen Schwimmer, der hat die Strecke in 45 Minuten geschafft“, sagte Klaus Gronemann, Bootsführer der DLRG-Ortsgruppe Oberweser. „Doch das wollen wir nicht, weil wir nur die Schwimmer absichern können, die normale Geschwindigkeiten zurücklegen.“ 

73 Jahre: Klaus Steingräber aus Schoningen war einer der ältesten Teilnehmer.

Die DLRG-Gruppen Bodenfelde, Uslar und Oberweser richteten das Weserschwimmen für Jedermann unter der Federführung von Klaus Gronemann aus. 30 Helfer mit fünf Booten sorgten für die Sicherheit – und am Ziel für Verpflegung vom Grill. Auch den Rücktransport zu den Ausgangspunkten haben die Ortsgruppen organisiert.

Zu Beginn hatte Klaus Gronemann die Weserschwimmer-Bewegung aus Bremerhaven mit Monika und Harm Ahlers an der Spitze begrüßt. Das Ehepaar hatte vor neun Jahren das Weserschwimmen zusammen mit Julia Bytom, der Agendabeauftragten der Stadt Hann. Münden, als Big Jump initiiert. Die Bewegung ist Partner, Koordinator und lokaler Organisator von Big Jump an der Weser.

Schon seit 10 Jahren dabei: Walter Petersen aus Schoningen.

Seitdem betreuen die Ahlers den jährlichen Fluss-Badetag am zweiten Sonntag im Juli. Harm Ahlers schwimmt an wechselnden Weserorten mit, diesmal war es Oedelsheim. „Wir freuen uns sehr, dass diese Veranstaltung überall so gut angenommen wird“, sagte Monika Ahlers. Damit seien die Ziele des europäische Flussbadetages Big Jump erreicht.

Mit dem Tag wollen die Organisatoren darauf aufmerksam machen, dass alles getan werden müsse, um die Flüsse in Deutschland sauber und salzfrei zu halten. Wichtig seien nachhaltiger, ganzheitlicher Gewässerschutz und ein Leben in Einklang mit der Natur. Der Big Jump solle erzielte Erfolge würdigen.

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