Gemeindevertretung prüft neues Kindergartenkonzept mit längerer Betreuung

Mehr Zeit für die Kinder

Wahlsburg. Damit der voraussichtlich im Sommer in Betrieb gehende neue Kindergarten der Gemeinde Wahlsburg in der umgebauten Grundschule „richtig genutzt wird, aber bezahlbar bleibt“, soll nach dem Vorschlag des Gemeindevertretungsvorsitzenden Frank Schilke (FWG) ein neues Konzept umgesetzt werden, das durch reduzierte Personaldichte ausgeweitete Betreuungszeiten erlaubt, ohne die Kosten zu stark zu steigern.

In der Gemeindevertretersitzung im Gasthaus Zur Krone in Vernawahlshausen, in der Werner Schormann vorübergehend die Sitzungsleitung übernahm, legte Schilke sein Konzept vor, über das nun in den Fraktionen beraten und noch vor der Kommunalwahl entschieden werden soll. Es ist eine Alternative zu dem von Kindergartenleiterin Ramona Paul ausgearbeiteten Konzept, das auf einer Bedarfsumfrage bei den Eltern beruht.

Unstrittige Variante

Unstrittig war auch nach Ansicht des Bürgermeisters Jörg-Otto Quentin, dass die bisherige Variante mit Vormittagsbetreuung und Regelbetreuung für Zwei- bis Sechsjährige nach den gesetzlichen Vorschriften nicht mehr sinnvoll ist. Spätestens ab 2013 müssen Kinder ab einem Jahr betreut werden, weshalb es gut wäre, bei der anstehenden Zusammenlegung der beiden Kindergärten die Verbesserungen schon jetzt einzuführen. Die immer wieder geforderte zusätzliche Nachmittagsbetreuung müsse aber finanzierbar sein.

Ramona Paul schlug zwei neue Varianten vor: 1. eine zusätzliche Kinderkrippe bis 13 Uhr mit Mehrkosten von 70 000 Euro jährlich und 2. außerdem eine Nachmittagsbetreuung für etwa 20 Kinder mit 130 000 Euro Mehrkosten. Durch Landeszuschüsse für die Krippenplätze, so Quentin, wären die Mehrkosten zumindest für zwei Jahre gedeckt.

Eine Krippe, drei Gruppen

Frank Schilke schlug nach Rücksprache mit dem Jugendamt vor, eine Frühgruppe ab 7 Uhr, eine Krippe und drei Gruppen von 7.30 bis 14 Uhr sowie eine Nachmittagsgruppe anzubieten. Durch 1,75 statt zwei Fachkräften pro Gruppe könne man 20 Stunden einsparen. Die Kosten entsprächen der Variante 2. Ein Versuch bis Jahresende könne zeigen, ob es funktioniert, hieß es. (tty)

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