Wiederaufbau in weniger als einem halben Jahr

Nach Großbrand: Firma Holzbau-Ilse hat neue Hallen

Aufmerksame Zuhörer: Mitarbeiter und Beteiligte hören beim Richtfest in der neuen Halle für die Firma Berthold Ilse gut zu. Das neue Gebäude ist 900 Quadratmeter groß. Fotos: Schneider

Uslar. Die Firma Holzbau-Ilse hat nach der Brandkatastrophe im August einen neuen Hallenkomplex errichtet.

Es ist noch kein halbes Jahr her, da lag noch alles in Schutt und Asche. Jetzt steht an der Stelle an der Siemensstraße, wo in der Nacht zum 4. August voriges Jahr eine der größten Brandkatastrophen Uslars einen kompletten Betrieb vernichtete, ein nagelneuer Hallenkomplex. Am Donnerstag feierte die Holzbau-Firma Berthold Ilse Richtfest.

Firmenchef Berthold Ilse freute sich über den enormen Fortschritt, berichtete aber auch, teils sehr bewegt, von den enormen Anstrengungen beim Wiederaufbau des Unternehmens-Standorts, die ihn häufig an die Belastungsgrenze gebracht hätten. Die Freude überwiegt, vor allem angesichts der Erfolgsgeschichte nach dem verheerenden Feuer.

Richtfest: Berthold Ilse (rechts) mit Stahlbauer Jörg Nitschke (Mitte) und Zimmermann-Altgeselle Rainer Hartmann.

Die Firma mit 20 Mitarbeitern existiert weiter und hat den Neuaufbau in beachtlicher Zeit geschafft. So gab es beim Richtfest auch kräftigen Applaus nach dem Richtspruch in der neuen Halle. Das war eine besondere Premiere: Denn den Spruch trug mit Firmenchef Jörg Nitschke ein Stahlbauer vor, der das zum ersten Mal übernahm.

Entstanden ist an der Siemensstraße eine 900 Quadratmeter große Halle als Kernstück der Holzbau-Firma. Zur Straße hin entstand zudem eine Verlade-Halle, hinter dem Bürogebäude wird noch ein 27 Meter breiter Carport gebaut. Die Kosten liegen bei einer Million Euro, bestätigte Firmenchef Ilse einmal mehr den Umfang der Investitionen.

Allerdings verwies er bei seiner Ansprache zum Richtfest darauf, dass die Rest- und Schlussfinanzierung mit den Versicherungen noch nicht abschließend geklärt sei. Dennoch verbreitet Ilse Optimismus, nachdem er zunächst an den Auslöser für alles, die Brandkatastrophe erinnerte und die Zeit, als es um die Entscheidung für den Wiederaufbau ging.

Nach dem großen Aufräumen begann Anfang November der Aufbau der Halle. Zielvorgabe war der Einbautermin für die Betonsohle am 15. Dezember. Alles war auf diesen Termin abgestimmt, erinnert Berthold Ilse und fährt fort: „Es hat geklappt.“

Inzwischen ist der Hallenkomplex abschließbar und wird ab Samstag am Stromnetz angeschlossen sein. Das Richtfest bezeichnete Ilse als Meilenstein. Bis zur Fertigstellung dürfte es aber noch acht bis zehn Wochen dauern.

Lob für alle Beteiligte

Der Firmenchef lobte ausdrücklich und auch im Namen seiner Eltern die beteiligten Handwerksbetriebe und seine Mitarbeiter. Bis auf den Stahlbauer kommen alle anderen Firmen aus unmittelbarer Nähe.

Es sind die Firmen Söhnchen, T+T (Brauns), Schönitz, Böhm und Brand-Metall. Zudem dankte der Bauherr dem Landkreis und der Stadt für die zügige Bearbeitung des Falls, den Nachbarn dafür, die Belästigungen zu ertragen, und Architekt Hans-Jürgen Kohrs aus Delliehausen, der ihn häufig wieder aufgerichtet habe. (fsd)

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Archivvideo vom Brand

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