Großbaustelle Bundesstraße 241

Emsige Bauarbeiten zwischen Volpriehausen und Bollensen hinterm Bahndamm

Neue Ausläufe für Oberflächenwasser an der Neubaustrecke für die Bundesstraße 241 wurden zwischen Volpriehausen und Bollensen. Auf dem Bild: (von links) Jan Grund (Bauüberwachung), Michael Much (Bauleiter) und Uwe Kappmeier.
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Neue Ausläufe für Oberflächenwasser: Auf der 4,7 Kilometer langen Neubaustrecke für die Bundesstraße 241 wurden zwischen Volpriehausen und Bollensen sechs neue Durchlässe mit 430 Meter Gesamtlänge angelegt. Hinten im Bild (von links) Jan Grund (Bauüberwachung), Michael Much (Bauleiter) und Uwe Kappmeier.

Derzeit ist man mit den Bauarbeiten für die neue Bundesstraße 241 zwischen Volpriehausen und Bollensen noch gut im Zeitplan. Das stellten Michael Much als Bauleiter und Ingenieur des von der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Bad Gandersheim) beauftragten Büros Gries (Göttingen) und Uwe Kappmeier von der Landesbehörde im eigens angemieteten Baubüro in Volpriehausen fest.

Volpriehausen. Mit den einst veranschlagten Baukosten von 33 Millionen Euro komme man aber definitiv nicht hin. Nach aktuellem Stand werde der 4,7 Kilometer lange neue Straßenabschnitt rund 56 Millionen Euro kosten. Beugegin war Anfang 2019, „verbaut“ wurden bisher rund 16 Millionen Euro. Grund seien die Preissteigerungen, weil die Teilarbeiten immer aktuell ausgeschrieben und vergeben werden und zusätzliche Arbeiten vor allem wegen der Untergrund-Verdichtung nötig sind. Vorgesehen ist die Fertigstellung bis September 2023, der Termin sei aber wohl nicht einzuhalten.

Fast fertiggestellt worden sind jetzt die sechs neuen Durchlässe für Oberflächenwasser, das unter der Neubautrasse und der vorhandenen Bahnstrecke fließen soll und teils schon fließt.

Angelegt ist auch ein begehbarer Infrastruktur-Versorgungskanal mit zwei Meter Durchmesser nahe des Freibades Volpriehausen. Durch diesen über 50 Meter langen Schacht sollen später alle Ver- und Entsorgungsleitungen für die komplette Wohnsiedlung Rothenberg verlaufen, sagt Kappmeier.

Das betrifft die Wasser- und Abwasserrohre ebenso wie Strom- und Telekommunikationskabel, die im Vorfeld von und zur Siedlung hin neu und außerhalb des Baufeldes für die neue Straße verlegt und vor dem Versorgungstunnel gebündelt werden. Angeschlossen werden sollen alle Leitungen in der Verlängerung der Volperstraße.

Bereits angelegt wurde auch ein neuer Parkplatz mit Zugang zum Freibadgelände. Aus Sicht der Straßenplaner könne das Freibad trotz Großbaustelle nebenan im kommenden Jahr öffnen.

Die alten Durchlässe unter dem bestehenden Bahndamm werden mit Kalkzement-Mischbinder verfüllt, um den Damm stabil zu halten. Auf der Nordseite (zur alten Bundesstraße hin) werde man demnächst nicht mehr benötigte und extra angelegte Bauwege zurückbauen. Oberhalb von Gierswalde habe man sogar Privatgrundstücke nutzen müssen, um den Kontrollschacht und den Auslass anlegen zu können.

Weil die neue Bundesstraße parallel zur Bahnlinie meist auch auf dem gleichen Niveau verlaufen soll, sind Abträge von Erhebungen und Auffüllungen von Tälern nötig. Mit den Bodenbewegungen werde jedoch erst im Sommer/Herbst 2021 begonnen, schätzt Bauleiter Much. Nach den Berechnungen falle rund 500 000 Kubikmeter Bodenabtrag an, von dem die Hälfte eingebaut und der Rest abgefahren wird.

Die Kreisstraße Richtung Schlarpe werde ab Frühjahr 2021 für gut ein halbes Jahr gesperrt. In der Zeit soll der Rothenberg über eine extra angelegte Notstraße von der neuen Meierbrücke zwischen Gierswalde und Volpriehausen entlang des Industriegebietes erreichbar sein. Das sei auch der Weg für Rettungsfahrzeuge.

Der untere Teil der Rothenbergstraße wird zudem verlegt und soll später auf Höhe Mitte Freibad auf die Kreisstraße münden.

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