Bundesfreiwilligendienst ist künftig auch bei der Stadtverwaltung in Uslar möglich

Neue Stelle für Jugendarbeit

Kristian

Uslar. Die Stadtjugendpflege Uslar hat über den Bundesfreiwilligendienst eine Stelle eingerichtet und bietet künftig jungen Menschen an, ein Jahr in der Jugendarbeit tätig zu werden.

Den Bundesfreiwilligendienst, auch gern abgekürzt Bufdi genannt, gibt es seit dem Jahr 2011 als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivilidienstes und ist als Initiative zur freiwilligen, gemeinnützigen und unentgeltlichen Arbeit eingerichtet worden.

Start im Sommer 2015

Der offizielle Start ist für den Sommer 2015 vorgesehen, berichteten Bürgermeister Torsten Bauer, Stadtjugendpfleger Kristian Thiemann und Christel Siekmann als zuständige Mitarbeiterin von der Hauptverwaltung der Stadt. Die Idee kam über den Stadtjugendpfleger nach einer Anfrage eines jungen Mannes. Daraufhin brachte die Stadt das Projekt auf den Weg. Die behördliche Bearbeitung mit dem zuständigen Bundesamt dauerte drei Monate, dann war alles in trockenen Tüchern.

„Die Stadt will Vorreiter sein“, sagte der Bürgermeister zu dem Stellenzuwachs, den auch der Stadtrat mittrage. An Kosten kommen auf die Stadt etwa 2500 Euro im Jahr zu. Dafür habe sie aber in der Stadtjugendpflege eine Vollstelle hinzugewonnen. Den Löwenanteil der Kosten trägt der Bund.

Die Stadtjugendpflege könne die Unterstützung gut gebrauchen. Das Einsatzgebiet der Bundesfreiwilligendienststelle soll in der Jugendarbeit liegen, zum Beispiel in der Betreuung des neuen Jugendcafés oder fester Gruppen wie der Breakdancegruppe und der Mädchengruppe sowie der allgemeine Einsatz bei Workshops, Projekten, Fahrten und internationalen Begegnungen. Zudem sei man für neue Projekte, Ideen und Vorschläge grundsätzlich offen. „Das Experimentier- und Ausprobierfeld ist groß“, sagte der Stadtjugendpflege über das Einsatzgebiet.

Gewinnsituation für alle

Bürgermeister Bauer und Stadtjugendpfleger Thiemann sprachen bei der Präsentation der neuen Stellen von einer Gewinnsituation für alle Beteiligten: für die Stadt und die Stadtjugendpflege, für die Jugend und für die Person, die die Stelle bekommt. Denn damit biete man in Uslar jungen Menschen eine Perspektive, sich für ein Jahr auf diesem Gebiet zu orientieren.

In der Stadtverwaltung werde darüber hinaus über eine zweite Einsatzstelle im Bundesfreiwilligendienst nachgedacht, beispielsweise für den Bereich Museum und Archiv. (fsd) Archivfotos: Dumnitz/Porath 

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