Neuer Anlauf für den Heimatverein Wahmbeck

Wahmbeck. In Wahmbeck gibt es noch keinen neuen Verein: Dabei waren sich die zwölf Einwohner, die zur vermeintlichen Gründungsversammlung gekommen waren, eigentlich einig und für einen Heimatverein.

Um den Verein offiziell aus der Taufe heben zu können, fehlten allerdings die Kandidate für eine Vorstandswahl. Bis auf Rainer Otto konnten mehrere Wahmbecker, die bereit sind einen Posten zu übernehmen, kurzfristig wegen Krankheit, beruflichen Verpflichtungen oder einer Urlaubsreise nicht kommen.

Nach einer Stunde Diskussion entschied die Runde einen neue Anlauf zu nehmen und in der letzten Juli-Woche ein zweites Mal zur Gründungsversammlung einzuladen.

Zuvor äußerten mehrere Teilnehmer ihre Enttäuschung über die spärliche Beteiligung, nachdem zur Infoveranstaltung unlängst noch 36 Interessierte gekommen waren. Viele Einwohner wollten sich zwar engagieren, aber sich nicht als Mitglied an einen Verein binden, so eine Erklärung.

Werbung für Verein

Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski warb allerdings nachdrücklich für eine Vereinsgründung und betonte die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für Gemeinden von der Größe des Fleckens Bodenfelde. „Ohne Ehrenamtlichkeit geht es nicht mehr.“ Man müsse es schaffen, die Zivilbevölkerung mitzunehmen, um den Ort schöner zu machen.

Dabei verwies von Pietrowski auf erfolgreiche Veranstaltungen der jüngsten Zeit, wie den Wintermarkt im Freizeitheim Wahmbeck und den nostalgischen Nachmittag, der über 100 Besucher lockte. „Da hat man gemerkt, was mit ehrenamtlichem Engagement geht.“

Er würde es außerordentlich begrüßen, wenn sich in Wahmbeck neben dem Ortsrat mit fest abgesteckten Kompetenzen eine Organisation zur Dorfverschönerung und Heimatpflege zusammenfände, sagte der Bürgermeister und erläuterte, dass die Form eines Vereins Vorteile habe. So könne ein Verein zum Beispiel Fördergelder beantragen. Man könne einen Verein gründen und trotzdem Wahmbecker, die nur bei einzelnen Aktionen mitmachen wollen, einbinden, meinte ein Teilnehmer der Runde. Vielleicht kämen auf diese Weise nach und nach mehr Mitglieder dazu. Andere Vereine hätten auch klein angefangen.

„Dann müssen wir eben das nächste Mal Nägel mit Köpfen machen“, schloss Rainer Otto die Diskussion.

Ganz ohne konkrete Pläne ging die Runde allerdings nicht auseinander. Umgehend will man sich um den Inhalt der Aushangkästen im Ort kümmern. Darin hingen völlig veraltete Informationen, die bei Touristen für Verwirrung sorgen, so die Kritik. (shx)

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