Heute ist Amtsantritt des Bodenfelder Bürgermeisters Mirko von Pietrowski

Neuer Chef im Rathaus

Freut sich auf seine neuen Aufgaben: Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski hat heute seinen ersten Arbeitstag an der Spitze der Weser-Gemeinde. Foto: Dumnitz

Bodenfelde. Die Zeit von seiner Wahl Ende Mai bis zum jetzigen Amtsantritt ist zu lang gewesen. Das sagt Bodenfeldes neuer Bürgermeister Mirko von Pietrowski und gibt damit Kritik von etlichen Einwohnern der 3240-Seelen-Gemeinde wieder. Am Samstag hat er sich in seinem neuen Dienstzimmer im Rathaus eingerichtet, am heutigen Montag beginnt für ihn der erste Arbeitstag als Chef – um 8 Uhr, so wie sonst auch.

Denn von Pietrowski hat 1993 seine Ausbildung bei der Verwaltung begonnen und kennt jede Akte und jeden Stein, sagte er im Gespräch mit der HNA. Die Leute haben eine große Erwartungshaltung, so der 45-Jährige. Die will er erfüllen, alle Baustellen in der Gemeinde beherzt anpacken und zusammen mit den Einwohnern und Lokalpolitikern vernünftige Lösungen umsetzen.

Für Mittwoch hat er alle seine bisherigen Kollegen zu einer Betriebsversammlung eingeladen. Da will er erklären, dass er jetzt Chef ist und nach wie vor auf das qualifizierte Team setzt. „Die wissen alle was sie tun und machen das gut“, sagt von Pietrowski, der bisher Kämmerer und allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters war.

Positive Signale nutzen

Mit der neuen Rolle als Repräsentant müsse er sich noch anfreunden, sei sich aber der Unterstützung durch seine ehrenamtlichen Stellvertreter Klaus Glaesner und Christian Ilsemann sicher. Er setzt als parteiloser Bürgermeister auf frischen Wind in der Gemeindepolitik und will auch die Ortsräte stärken, die positiven Signale nutzen.

Mit ihm gebe es sachliche Diskussionen, kündigt er an und nennt in dem Atemzug auch einen anderen Umgangston mit Politik und Bürgern. Die Weser-Gemeinde müsse gestärkt werden.

Von Pietrowski hofft, dass es nicht nur durch die neue LED-Beleuchtung in Bodenfelde und den Dörfern wieder heller und freundlicher wird. In Sachen Feuerwehr setzt er auf einen Neubau eines 750 000 Euro teueren Funktionsgebäudes auf dem Gelände der alten Schule. Das sei am wirtschaftlichsten. 480 000 Euro sind im Haushalt 2015 eingeplant, für den Rest seien Fantasie und Eigenleistung gefragt. Notwendig sei auch der neue Unimog mit Anhänger und Salzstreuer für den Bauhof für 125 000 Euro. Das diene alles der Sicherheit der Einwohner.

Geld in die Gemeinde für Mobilität, Tourismus und Daseinsvorsorge könnte über Förderprojekte kommen, um die er sich mit Vereinen und Institutionen bemühen will. Und er arbeitet er an einer Lösung für das seit Jahren leerstehende Hallenbad. Pietrowski hat Interesse am Erhalt des Gebäudes mit einem Mehrwert für die Bewohner. Es gehe um Sport und Freizeit.

Auch die anderen Baustellen will er angehen. Bei allem Tatendrang ist er sich sicher, dass nicht nur sein erster Arbeitstag mehr als acht Stunden hat. ARTIKEL RECHTS

Von Jürgen Dumnitz

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