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Neuer Clou der Ilse-Techniker im Uslarer Unternehmen

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Von: Jürgen Dumnitz

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Zeigt, wie leicht alles funktioniert: Geschäftsführer Marc Blomeyer an einem im Uslarer Unternehmen aufgestellten Modell des von der Decke im Wohnwagen oder Wohnmobil auf die gewünschte Höhe herabschwebenden Bettes. Das System hat sich das Unternehmen patentieren lassen und ist bei der Bauweise flexibel.
Zeigt, wie leicht alles funktioniert: Geschäftsführer Marc Blomeyer an einem im Uslarer Unternehmen aufgestellten Modell des von der Decke im Wohnwagen oder Wohnmobil auf die gewünschte Höhe herabschwebenden Bettes. Das System hat sich das Unternehmen patentieren lassen und ist bei der Bauweise flexibel. © Jürgen Dumnitz

Uslar – Das mittelständische Uslarer Unternehmen Ilse Technik GmbH & Co. KG, das seit 1990 zur Vierhaus-Gruppe gehört, bleibt im Bereich Caravaning weiter auf der Erfolgsspur. Ein Teil eines Lagers wurde als Produktionsstätte hergerichtet und seither werden dort Betten gebaut. Speziell für Wohnmobile und Wohnwagen, denn die mobilen Hub-Betten für Caravaning lassen sich für den Gebrauch von der Decke auf die gewünschte Höhe bringen.

Entwickelt haben das eigene Techniker, betont Marc Blomeyer (48), der seit März Geschäftsführer in Uslar ist und bereits Prokurist war. Die Idee entstand vor drei Jahren, dann wurde zunächst exklusiv für einen Hersteller produziert. Inzwischen ist das System patentiert worden und wird auch für andere Hersteller von Wohnwagen- und -mobilen gefertigt. „Wir können Kleinserien und individuelle Lösungen“, freut sich Blomeyer.

Auftrieb habe es für den Hub-Bettenbau nach einer Caravan-Messe in Düsseldorf gegeben. Da nahmen Hersteller Kontakt mit Ilse auf und setzen seither auf die laut Geschäftsführer „qualitativ hochwertigen, leichten und bequem zu bedienenden“ Ilse-Hub-Betten. Man setze auf Alu-Bauteile und eine intelligente Konstruktion und sich dadurch von Mitbewerbern ab. Dieses Jahr sollen rund 8000 Stück produziert werden.

Der Hub-Bettenbau sei ein weiteres Angebotssegment am Standort Uslar, an dem aktuell 120 Mitarbeiter beschäftigt sind, sagt Blomeyer. Seit gut 20 Jahren ist der Bereich Caravaning die Nummer 1 und somit der wichtigste Bestandteil der Ilse-Produktreihe. Dazu gehören rund 300 verschiedene Tischsysteme, raffinierte TV- und Gasflaschenhalterungen. „Wir wollen im Wachstumssektor Caravaning am Ball bleiben und zusammen mit den Kunden praxisnahe und intelligente Lösungen finden, die wir dann mit unseren technischen Möglichkeiten umsetzen“, beschreibt der Ilse-Geschäftsführer das weitere Vorgehen.

Der neue Fertigungsbereich: Ein Mitarbeiter setzt Komponenten für das Segment Hub-Bettenbau zusammen.
Der neue Fertigungsbereich: Ein Mitarbeiter setzt Komponenten für das Segment Hub-Bettenbau zusammen. © Jürgen Dumnitz

Da ergeben sich durch die Übernahme der Firma Tegos GmbH & Co. KG mit Sitz in Ostrach (Baden-Württemberg) im vergangenen Juli sinnvolle Synergien. Bei Tegos bauen rund 200 Mitarbeiter unter anderem Türen, Klappen, Kabelbäume und Schließsysteme. Man wolle im Caravanbereich komplette Komponenten anbieten, die die Hersteller dann einbauen können.

Die aktuelle Produktion laufe auch in Sachen Material und Einkauf von Zulieferern bisher rund. Mit Ilse-Produkten werden Kunden in ganz Europa beliefert, ergänzt Katharina Böhm (Kunden- und Marketing-Management) des Uslarer Unternehmens.

Von Jürgen Dumnitz

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