Junge Leute halten die alte Tradition im Solling am letzten Tag des Jahres nach wie vor aufrecht

Neujahrsböcke im dichten Schneetreiben

Der Sohlinger Neujahrsbock: Maik Kobbe (von links), Timon Grieger, Robin Dumnitz, Christian Filmer, Kai Ebbighausen, Neujahrsbock Horst, Eric Jörn, Christoph Warnecke und Fabian Brandt.

Sohlingen/Allershausen. In mehreren Dörfern im Uslarer Land zogen traditionell am Silvesterabend die Neujahrsböcke von Haus zu Haus. Sie vertrieben symbolisch das alte Jahr und wünschten den Menschen Glück für das neue. Auch das dichte Schneetreiben hielt sie nicht auf.

In Sohlingen hält die Ortsjugendgruppe die Tradition des Neujahrsbocks aufrecht. Dort heißt die Figur intern scherzhaft „Horst“. Wer unter der Verkleidung mit Ochsenkopf und Fell steckt, wird beim Rundgang nicht verraten.

Die Jugendgruppe macht das in dieser Zusammensetzung schon seit drei Jahren. Morgens um 9 Uhr traf sie sich zur Vorbereitung, eine Stunde später ging es los. Dabei ziehen die Jugendlichen von Haus und Haus. Der Erlös aus der Aktion ist für den Jugendraum vorgesehen. Immerhin dauerte die Sohlinger Tour sechs Stunden.

In Allershausen ist der Neujahrsbock wie vielerorts eine Tradition, über die bisher nur historischen Daten fehlen, wie lange sie schon besteht. Fakt ist: In Allershausen zeichnet die so genannte Neujahrsbockgruppe verantwortlich und kennt die Rituale genau.

Sie lässt die dörfliche Gemeinschaft nicht nur davon profitieren, wenn der Bock als Glücksbringer für das neue Jahr von Haus zu Haus geht. Die Gruppe hat zuletzt immer auch Geld für die Dorfgemeinschaft gespendet.

Als Bock wurde diesmal Marcel Becker verkleidet, als Frau, die alles einsammelt, fungierte Jan Renneberg, als Treiber mit Peitschen gingen Michael Tepperwien, Florian Pfeiffer, Jan Polnau und Kai Pfeiffer los. Bockführer war Thomas Becker, mit dabei waren zudem Philipp Mascher und Felix Pauluweit. (fsd)

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