Landesforsten stellen im Kreis Northeim Notfallschilder auf

Treffpunkt im Notfall: Diese Schilder werden in den Wäldern aufgestellt.

Northeim/Uslar. Eine Mountainbike-Tour oder eine Wanderung über Stock und Stein: Wenn in den Waldgebieten des Landkreises Northeim ein Unfall passiert und Menschen medizinische Hilfe benötigen, kann es schnell zu komplizierten Suchaktionen kommen.

Besonders wenn Rettungsdienst und Polizei in dem nicht selten unwegsamen Gelände keine genauen Ortsangaben haben.

Das wird jetzt anders: die Niedersächsischen Landesforsten stellen derzeit flächendeckend mehr als 2000 Notfall-Treffpunkt-Schilder auf - darunter auch zahlreiche in den Wäldern des Landkreises Northeim. Das System funktioniert so: Auf den rot-weißen Schildern ist eine individuelle Bezeichnung vermerkt, die aus der Buchstabenkombination des zuständigen Landkreises und einer eigenen Nummerierung des Punktes besteht.

Um eine schnelle Rettung zu garantieren, können in einem Notfall Landesforsten-Mitarbeiter oder Waldbesucher den Einsatzkräften über die Notrufnummer 112 die eindeutige Treffpunktbezeichnung durchgeben.

Ein Hobby über Stock und Stein: Mountainbiken im Wald erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Schnell kommt es auch mal zu Stürzen. Mit den neuen Notfallschildern in den Wäldern können Verletzte nun mit noch schnellerer Hilfe rechnen. Foto:  Archiv/nh

Den zuständigen Rettungsleitstellen steht ausführliches Kartenmaterial in papier- und digitaler Form zur Verfügung, was ein zügiges Anfahren des Notfall-Treffpunktes durch Notarzt und Rettungsfahrzeug und von dort eine Weiterführung durch den Anrufer zum Unfallopfer ermöglicht. „Mit der Aufstellung der Notfalltreffpunktschilder optimieren wir die schnelle Hilfeleistung bei Unfällen im Wald abseits von öffentlichen Straßen“, sagt Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten.

„Wir wissen, dass bei einem Unglück jede Sekunde zählt. Darum veranstalten wir auch regelmäßig Rettungsübungen mit Leitstellen und Einsatzkräften, um die Versorgung und Rettung verunglückter Personen weiter zu verbessern.“

Bis zum Jahresende werden in allen 24 niedersächsischen Forstämtern die Notfalltreffpunktschilder im einheitlichen Design aufgestellt.

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