Uslarer ist mit 90 Jahren noch mal in Afrika

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Erinnerung: Helmut Schreckenbach bei seinem 40. und wohl letzten Aufenthalt in Namibia an einem typischen Jeep.

Uslar. Zum 90. Geburtstag hat sich Helmut Schreckenbach, früher viele Jahre Ortsheimatpfleger in Uslar mit einer Leidenschaft für Afrika, einen großen Wunsch erfüllt. Er flog zum 40. und wohl letzten Mal nach Namibia und Botswana  - und geriet in ein Unwetter.

„Es war wieder eine tolle Reise mit vielen Erlebnissen“, berichtet Schreckenbach, zurück in der Heimat. Zumindest einmal war es für den 90-Jährigen allerdings nicht ganz ungefährlich, als er bei einem Ausflug in den Chobe National Park in ein Unwetter geriet.

Seine Geschichte: „Nachmittags war eine Bootsfahrt auf dem Chobe vorgesehen. Auf dem Weg zur Bootsanlegestelle, es war ziemlich schwül um diese Tageszeit, fragte ich den Fahrer: „Na, wird sich das Wetter halten?“ „Ich denke, das Gewitter kommt erst heute Nacht.“ So bestiegen wir unsere „Nussschale“, für zehn Personen vorgesehen, und schipperten los. Flusspferde, Krokodile und Elefanten tauchten auf und wurden fotografiert.

Plötzlich ein Donnerschlag, und dann ging es los. Ein gewaltiger Sturm peitschte das Wasser des Chobe, und unser Boot schwankte so, dass wir uns an der Reling festklammern mussten. Hinzu kam Starkregen mit Hagelschlag.

Kein Rotwein für die Geretteten

Unser Bootsführer hatte die Gefahr erkannt, suchte Schutz bei einem größeren Schiff und manövrierte unseren Kahn zwischen die Heckflügel. Beim Aussteigen hievte mich einer nach oben, in dem Augenblick driftete unser Boot zurück und ich schwebte zwischen Himmel und aufgewühltem Fluss mit seinen Krokodilen und Hippos. Im letzten Moment schnappte mich ein Matrose am Arm und zog mich an Bord.

Der Dampfer war von Engländern gechartert, diese feierten die Rettung der Schiffbrüchigen mit je einer Flasche Rotwein. Nur wir bekamen nichts. Mal wieder typisch!“ (red/fsd)

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