Viele Mitglieder im Kernstadt-Gremium fühlten sich in jüngster Sitzung überrumpelt

Ortsrat fehlen Informationen

Der Eisteich: Dort wurden Bäume am Ufer abgesägt, damit das Gewässer ausgebaggert werden konnte. Foto: Schneider

Uslar. Mit einer Reihe von vertagten Entscheidungen beendete Ortsbürgermeister Arno Riedke die erste öffentliche Sitzung des Uslarer Ortsrats in diesem Jahr. Seine Ortsratskollegen haben weiteren Klärungsbedarf, erfuhren die acht Zuhörer im Schöffensaal im alten Amtsgericht.

Die Ortsratsmitglieder sollten über die Entbehrlichkeit von drei städtischen Grundstücken entscheiden, für die es Kaufanfragen gibt. Da die Informationen zu den Grundstücken erst in der Sitzung verteilt wurden, fühlten sich einige Ortsratsmitglieder überrumpelt.

Für ein Grundstück an der Wiesenstraße wurde die Entbehrlichkeit festgestellt, bei einem weiteren Grundstück an der Unterhütte konnte diese ebenfalls nach Klärung der Sachlage entschieden werden.

Anders liegt der Fall bei einem ehemaligen Spielplatz im Bereich Vahler Twetje/Arndtstraße/Lessingstraße. Der Weg über den aufgegebenen Spielplatz diene heute vor allem als Abkürzung für Fußgänger, die ins Kleine Feld wollen, und werde nur noch zwei mal im Jahr vom Bauhof gemäht, hieß es. Wie viele Anwohner den Weg tatsächlich nutzen, konnte allerdings nicht ermittelt werden.

Anwohner sollen helfen

Der Ortsrat traf daher zunächst keine Entscheidung. Jetzt sollen die Anwohner helfen. Wer Angaben dazu machen kann, wie häufig der Weg genutzt wird, den ruft Ortsbürgermeister Arno Riedke auf, sich bei ihm oder der Stadtverwaltung zu melden.

Über Empfehlungen zur Aktualisierung des Verteilungsschlüssels der Ortschaftsmittel traf der Ortsrat ebenfalls keine Entscheidung. Darüber sei gründlich nachzudenken, was bis zur nächsten Sitzung geschehen soll.

Das gilt auch für die Stellungnahme zum regionalen Raumordnungsprogramm (RROP). Riedke empfahl, die vor zwei Jahren erarbeitete Stellungnahme zum Landesraumordnungsprogramm noch einmal zur Hand zu nehmen. Diese habe man damals bereits sehr detailliert auf die Stadt heruntergebrochen, was jetzt ein Vorteil sein könnte.

Marwa Abdo, Kristina Bäthe und Werner Schladerbusch erklärten sich bereit, abzugleichen, wo die bereits verfasste Stellungnahme passt und wo Änderungen nötig sind.

Bäume bewegten Ortsrat und Bürger. Als Zuhörerin äußerte sich Heike Stein zu für sie nicht nachvollziehbaren Abholzaktionen am Eisteich und im Eichholz. Riedke wies darauf hin, dass am Eisteich Bäume gefällt wurden, weil der Teich mit schwerem Gerät ausgebaggert und abgedichtet werden musste, was anders nicht möglich gewesen wäre.

Forst fürs Eichholz zuständig

Zum Eichholz verwies er auf die dafür zuständigen Landesforsten, die das Gebiet für die Stadt verwalte. Grundsätzlich sei es wünschenswert, so Ortsratsmitglied Artur Görder, dass die Stadtverwaltung den Ortsrat vor Baumfällarbeiten benachrichtige. Für den Ortsrat eine Forderung, die er einmütig unterstützen konnte. (zyp)

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