Ortsrat Volpriehausen sorgt sich um die Rehbachschule

Altes Gebäude: Über den Zustand der Rehbachschule in Volpriehausen gibt es unterschiedliche Ansichten. Elternvertreter wünschen sich mehr Investitionen in die Substanz der Schule, die Bauverwaltung der Stadt meint, man sei auf dem Laufenden. Foto: Dumnitz

Volpriehausen. Mit Schrecken habe er aus der Zeitung erfahren, dass die Rehbach-Grundschule Volpriehausen bei den Investitionen nicht so berücksichtigt wird wie die Grundschule Uslar. Das sei ungerecht, zumal es einen deutlichen Sanierungsstau an der Volpriehäuser Schule gäbe. Das sagte Ortsratsmitglied Thorsten Möhlenhoff, der zudem Sprecher der Projektgruppe Rehbachschule der Bürgerinitiative Bollertdörfer ist, in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortsrates.

„Der Haushalt für dieses Jahr steht und für die Dorfschulen bleibt nichts“, resümierte Möhlenhoff. Die Schule ist eine überaus wichtige Infrastruktureinrichtung, zitierte er aus seinem Schreiben an die Stadtverwaltung. Die Stadt hat in der Vergangenheit so gut wie nichts in die Erhaltung des Gebäudes investiert, kritisierte er. Er sprach von gravierenden Mängeln, insbesondere was die energetische Sanierung angeht. Die Fenster im Flur seien einfach verglast, die Haupteingangstür schließen nicht dicht und sämtliche Klassentüren seien veraltet. Zudem sei der Fußbodenbelag in vielen Räumen des Schulhauses sanierungsbedürftig, und auch die Möblierung und der Zustand der Verwaltungsräume sei nicht modern.

Bisher sei durch die Bürgerinitiative die Sanierung der Toiletten und des Flures realisiert worden, die Stadt habe nur die Materialkosten bezahlt. Mit Elterninitiative sei das Lehrerzimmer teils mit von einer Bank gebraucht abgegebenen Möbeln ausgestattet worden, und im Flur und mehreren Klassenzimmern seien lediglich Malerarbeiten durch die Stadt als Schulträger vorgenommen worden.

Unterstützung der Dörfer

Die Stadt habe aber „keine Investitionen in die Substanz des Gebäudes“ vorgenommen. Möhlenhoff forderte alle Beteiligten dazu auf, sich für den Erhalt und die zeitgemäße Ausstattung der Schule für alle Bollert-Orte einzusetzen. Diese Unterstützung sagten die anwesenden Vertreter der Ortsräte Gierswalde, Schlarpe und Delliehausen zu.

Laut Möhlenhoff habe die Bauabteilung der Stadt ihm mitgeteilt, dass rund 50 000 Euro in die Rehbachschule investiert worden seien. Für dieses Jahr seien Arbeiten an der Elektroanlage und die bauliche Verbesserung am schmalen Durchgang zwischen Schule und Straße in Richtung Mehrzweckhalle vorgesehen.

Erschwerend sei, dass die Schule unter Denkmalschutz stehe und dieses Kosten in die Höhe treibe, zitierte Möhlenhoff aus der Antwort der Verwaltung. Gleichzeitig bedauerte er, dass niemand von der Stadtverwaltung in der Sitzung Rede und Antwort stand, und dass die drei im Stadtrat sitzenden Volpriehäuser sich nicht vehementer für Investitionen an der Schule eingesetzt hätten.

Gemeinsamer Einsatz

Nach der Diskussion einigte sich der Ortsrat darauf, dass sich alle Beteiligten für die Stärkung der Schule und konkrete Forderungen einsetzen sollen. Dazu gehören die Ortsräte der Bollert-Orte, die Schulleitung, die Eltern und der Förderverein. Ortsbürgermeister Gerd Kimpel sagte, die Stadt sei in der Plicht, und angesichts der Haushaltslage könne sie sich da auch was leisten.

Von Jürgen Dumnitz

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