Stadt fordert: Wienser sollen einen ihrer Spielplätze abschaffen

Wiensen. Auch der Wienser Ortsrat bekam Post von der Stadt wegen der Kinderspielplätze. Nur noch einer ist pro Ort erlaubt, sagt die Stadt. Es sei denn, es finde sich jemand, der die Pflege, den Betrieb und die Kosten übernimmt.

Die Wienser sollten sich überlegen, schreibt die Stadt, welchen der beiden Spielplätze – am Sportheim oder auf dem Tappenberg – sie behalten wollen. Beigefügt waren gleich die Kosten der Bauhof-Mitarbeiter für eine Prüfung der Geräte durch eine sachkundige Person.

Das führte im Wienser Ortsrat zu Erstaunen. Denn Werner Fillmer, zugleich Vorsitzender des TSV, verwies auf eine vertragliche Regelung des Vereins mit der Stadt über die Pflege des Spielplatzes am Sportheim. Der Sportverein übernehme schon viele Jahre die Pflege des Platzes.

Ortsrat will Kosten klären

Als Ziel gab sich der Ortsrat deshalb vor, beide Plätze zu erhalten. Man wolle sich darüber hinaus mit anderen Ortschaften und der Stadt in Verbindung setzen, um genauere Informationen über die tatsächlichen Kosten für Versicherung und Abnahme der Spielgeräte zu erhalten.

Den Wiensern ist wichtig, dass die Wohn- und Lebensqualität erhalten bleibt und sich nicht verschlechtert, wie es bei einer Spielplatz-Schließung der Fall wäre. Denn das bedeute weite Wege zum Spielplatz. Spielplätze seien wichtig für die Wohn- und Lebensqualität. Und die sei ausschlaggebend für junge Familien.

Ähnlich verhalte es sich mit der Streuobstwiese an der Schweineweide: Die Stadt Uslar habe den Pachtvertrag mit einem Wienser gekündigt hat und einen neuen Nutzungsvertrags-Entwurf vorgelegt.

Im Ortsrat herrschte Unverständnis darüber, wieso die schwierige und umständliche Pflege der Hanglagen-Wiese, die der Pächter der Stadt quasi abgenommen hatte, mit einer Kündigung „belohnt würde“. Den Nutzungsvertrag bezeichnete der Ortsrat als unausgegoren und unverständlich. Auch zu dem Fall will der Ortsrat weitere Informationen sammeln, vor allem, was die Nutzung für die Jagd und die Hintergründe der Kündigung betrifft.

Diskussion mit Zuhörern

Zur ersten Sitzung des Ortsrates im neuen Jahr kamen einige interessierte Wienser Bürger. Sie durften sich an der Diskussion im Ortsrat beteiligen. Dieser neue Stil, bei dem man nicht nur den Ortsratsmitglieder zuhören durfte bis zum Punkt Anfragen und sich direkt beteiligen konnte, wurde allgemein gelobt. (rö)

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