Gemeindeverwaltung Bodenfelde prüft mehrere Optionen und ermittelt Kosten

Der Pavillon hat ausgedient

Kostenfaktor: Diesen Musikpavillon braucht offenbar niemand mehr. Foto:  Flecken Bodenfelde/nh

Wahmbeck. Die Blütezeit des Musikpavillons neben dem Wahmbecker Kindergarten ist offenbar vorbei. So richtig genutzt wird er schon länger nicht mehr. Jetzt beschäftige sich der Ortsrat des Weser-Dorfes mit der Zukunft des Gebäudes.

Einst sollte er schon zum Jugendraum umgebaut werden. Nun wurde ein Abriss vorgeschlagen, weil einige Sanierungsmaßnahmen vor allem am undichten Dach anstehen. Laut Ortsbürgermeister Jürgen Börke ist das Bauwerk in einem „desolaten Zustand“. Das sagte er in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Ortsrates. Für eine Weiternutzung hatte er keine Idee.

Auch Ortsratsmitglied Edmund Präger nicht, der einen Verkauf an Privat vorschlug. „Vielleicht kann das ja jemand für irgendwas nutzen“, sagte Präger. Notfalls solle man das Grundstück gleich mit dazu verkaufen, dann hätte die Gemeinde nichts mehr damit zu tun. Dem widersprach allerdings Bürgermeister Mirko von Pietrowski. Der Pavillon sei mit 18 500 Euro im doppischen Haushalt der Gemeinde bewertet worden.

Ein „Verschleudern“ sei deshalb nicht einfach so möglich. Er will mit seinen Kollegen in der Verwaltung jetzt die Kosten für eine mögliche Sanierung feststellen und gleichzeitig Vorschläge zum weiteren Vorgehen erarbeiten. Über diese Vorschläge soll der Ortsrat dann befinden.

Prüfen soll nach dem einmütigen Votum des Ortsrates die Gemeinde außerdem, ob zwei Bäume am Feuerwehrhaus gefällt werden können, weil vor allem das Wurzelwerk mittlerweile Schäden anrichtet. Eine Ersatzbepflanzung wäre kein Problem, hieß es weiter.

Ein weiteres Sorgenkind im Dorf ist die Teichanlage an der Bruchstraße. Das Becken sei völlig verschlammt. Bodenfeldes Bürgermeister fragt, ob eine Mithilfe aus dem Ort denkbar sei.

Das Ausbaggern des vom Wasser abgelassenen Teiches in Eigenleistung sei sicher um einiges günstiger, als wenn es ein Unternehmen erledige. Wie das möglich sein soll, will von Pietrowski dem Ortsrat nach einer Begutachtung mitteilen.

Verbessertes Klima

Mirko von Pietrowski, der seit Anfang November im Amt ist, versprach, dass sich das Beratungsklima zwischen der Verwaltung und den Ortsräten des Fleckens Bodenfelde deutlich verbessern werde. Weil es unsinnig und kontraproduktiv sei, dass Ortsräte nur zweimal im Jahr tagen, soll öfter im Gremium mit den Lokalpolitikern und Bürgern beraten werden. (jde)

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