Pfarrhaus in Volpriehausen steht zum Verkauf - Gemeindehaus soll bleiben

Ist zu haben: Das Pfarrhaus der St.-Georg-Kirchengemeinde Volpriehausen, rechts ist ein Stück vom Gemeindehaus zu sehen, das die Kirche unbedingt behalten will. Foto: Dumnitz

Volpriehausen. Das Pfarrhaus Volpriehausen steht zum Verkauf. Grundlage ist ein Gebäudekonzept, wie die Kirchenvorstandsvorsitzende Anja Kohrs mitteilt.

Bereits 2012 hatte der Kirchenkreis Leine-Solling im Rahmen seines Konzeptes „Gesichter statt Steine“ das Pfarrhaus als entbehrlich eingestuft, jetzt muss bei jedem Pfarrstellenwechsel geprüft werden, ob diese Entbehrlichkeit vorliegt, berichtet Anja Kohrs.

Pastorin geht im Februar

Der Wechsel steht vor der Tür: Zum 1. Februar 2016 geht Pastorin Gisela Waßmuth-Kahle in den Ruhestand. Der Kirchenvorstand hat daher ein Konzept festgelegt, das die langfristige Arbeit und auch finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde berücksichtigt, heißt es.

Nach Schätzungen des Kirchenkreises seien kurzfristig bei Neubezug Renovierungskosten bis etwa 20 000 Euro zu erwarten sowie weitere Kosten für die energetische Sanierung von bis zu 50 000 Euro. Verwiesen wird vor allem auf die Betonbauweise und den dadurch verursachten hohe Energieverbrauch beim Heizen.

„Der Kirchenvorstand hat sich daher zum Verkauf des Pfarrhauses entschlossen“, schreibt Anja Kohrs, „weil mit den dann zur Verfügung stehenden Mitteln der Erhalt des benachbarten Gemeindehauses gesichert ist und weitere Reserven für die Herausforderungen der Zukunft vorhanden sind.“

Der Kirchenvorstand sehe in dem Gemeindehaus nicht nur einen wichtigen Ort des kirchengemeindlichen Lebens, in dem viele Veranstaltung der Kirchengemeinde stattfinden. In letzter Zeit habe sich das Gemeindehaus auch zu einem wichtigen Veranstaltungsort der dörflichen Gemeinde entwickelt.

Gemeindehaus als Zentrum

Der Kirchenvorstand verweist auf die Wursteprobe des Männergesangvereins und den Vortrag von Siegfried Baumer über 120 Jahre Industriegeschichte in Volpriehausen. Anja Kohrs: „Das Gemeindehaus soll so erhalten und auch verstärkt als Kommunikations- und Begegnungszentrum angeboten werden.“

Das Problem am Gemeindehaus ist laut Kirchenvorstand, dass die Volpriehäuser nur 40 Prozent der Kosten vom Kirchenkreis erstattet bekommt. Grund ist, dass sich die Zuschüsse an der Zahl der Gemeindeglieder und der Fläche des Gemeindehauses bemesse. Volpriehausen haben deshalb einen Flächenüberhang und dadurch weniger Subvention.

Der Kirchenvorstand empfiehlt, für den neuen Pfarrstelleninhaber eine adäquate Wohnung im Pfarrbezirk anzumieten. Vor allem aber freue es den Vorstand, dass für Volpriehausen eine volle Pfarrstelle bestehen bleibe.

Als Ansprechpartner für alle Nachfragen in der Angelegenheit stehen die Kirchenvorstandsvorsitzende Anja Kohrs sowie der stellvertretende Vorsitzende und Baubeauftragte Reiner Dörnte zur Verfügung.

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