In der Christuskirche sind Origami-Faltkunst und Lichtinstallationen zu sehen

Pilger ziehen eine Lichtspur

Kunst pilgert: Durch Lichtinstallation bot sich den Teilnehmern der abendlichen Pilgertour ein faszinierender Anblick der Bodenfelder Christuskirche . Foto: Nikola Dicke/nh

Bodenfelde. Mit Scheinwerfern hat Künstlerin Nikola Dicke die Bodenfelder Christuskirche in ein Kunstwerk verwandelt. 100 Besucher, die bei der abendlichen Pilgertour von Wahmbeck nach Bodenfelde dabei waren, erlebten den besonderen Blick auf das Gotteshaus.

Die Lichtinstallation war Teil der Aktion „Kunst pilgert“ anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Pilgerwegs Loccum-Volkenroda. Bis Oktober kommt Nikola Dicke in sechs Kirchengemeinden, um mit den Menschen ein Stück des Pilgerweges besonders zu gestalten, Pilgerlieder zu singen sowie Origami-Faltkunst und Lichtinstallationen zu kreieren, die in den Kirchen und abends auch an den Kirchen zu sehen sind.

Pilgertour am Abend

Drei Tage war die Künstlerin aus Osnabrück auf diese Weise auch zu Gast in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bodenfelde. Auftakt der abendlichen Pilgertour war eine Andacht in Wahmbeck. Von dort ging zu Fuß nach Bodenfelde. Mit dabei war das neue Superintendentenehepaar, Jan und Stephanie von Lingen, das im Rahmen seiner „Suptour“ Bodenfelde und Wahmbeck besuchte. Für ein musikalisches Rahmenprogramm sorgte der Kirchenchor Bodenfelde unter der Leitung von Jelena Geiger.

Die Technik mit der Nikola Dicke die Christuskirche in ein ganz neues Licht tauchte, basiert auf Zeichnungen. Dicke zeichnet sozusagen mit Licht, indem sie kleinformatiges Glas schwärzt und daraus Motive kratzt. Mithilfe von Diaprojektoren und Scheinwerfern werden aus diesen Miniaturen raumgreifende wie raumverändernde Licht-Zeichnungen. Mit den jeweils auf den Ort bezogenen Arbeiten möchte die Künstlerin nicht nur alltägliche Sehgewohnheiten hinterfragen, sondern auch neue und faszinierende Seh-Erlebnisse ermöglichen.

In Bodenfelde sind Teile der Lichtinstallationen und der Origami-Kunst noch bis November zu sehen. Besucher sollten dazu tagsüber einen Blick in die geöffnete Kirche werfen oder abends den mittelalterlichen Kirchturm betrachten.

Das Projekt „Kunst pilgert“ wurde von der Klosterkammer Hannover gefördert und von der Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover im Rahmen der Lutherdekade „Reformation und Bild“ initiiert. (shx)

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