Uslar

Planänderung für neue Kindertagesstätte in Uslar

Als Standort für eine neue Kindertagesstätte vorgesehen: Eine Ackerfläche im Wohngebiet Kleines Feld in der Verlängerung der Jahnstraße. Die Zuwegung ist noch nicht geklärt, hieß es im Wirtschaftsausschuss.
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Als Standort für eine neue Kindertagesstätte vorgesehen: Eine Ackerfläche im Wohngebiet Kleines Feld in der Verlängerung der Jahnstraße. Die Zuwegung ist noch nicht geklärt, hieß es im Wirtschaftsausschuss.

Uslar – Wie der neue Kindergarten in der Verlängerung der Jahnstraße in Uslar angelegt werden soll und wie die An- und Abfahrt sowie die Parksituation aussehen, müsse man laut Volker Mäder vom Baumanagement der Stadtverwaltung abwarten, bis erste Entwürfe der Planer vorliegen.

Es gebe verschiedene Möglichkeiten etwa mit einem Wendeplatz vor der neuen Kindertagesstätte oder alternativ einer neuen Straße auf einer Ackerfläche bis zur Von-Seebach-Straße, sagte Mäder in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Wirtschafts- und Entwicklungsausschusses vor 14 Zuhörern im alten Rathaus. Einzelheiten seien aber noch nicht geklärt, auch mögliche Grundstückskäufe für eine neue Straße nicht. Lediglich der Kauf der Fläche für die Kita sei in trockenen Tüchern.

Gegenwind signalisierte in der Einwohnerfragestunde am Ende der Fachausschuss-Sitzung der Uslarer Landwirt Wolfgang Jörn, der sagte, dass weder von ihm, noch von seinen Berufskollegen Acker für einen Straßenneubau zur Verfügung gestellt würden. Jörn ist zudem Mitglied des Ortsrates Uslar und sieht den Standort für den neuen Kindergarten unter anderem wegen der Verkehrssituation in dem Wohngebiet als kritisch, sagte er bereits vorab in einer Sitzung des Ortsrates der Kernstadt.

Bürgermeister Torsten Bauer findet die Planung der Kindertagesstätte an der Jahnstraße gut und sprach im Wirtschaftsausschuss von einer „Aufbruchstimmung“ in Richtung junger Eltern, die eine Kinderbetreuung benötigen.

Grundvoraussetzung sei die Änderung des Bebauungsplanes, sagte der Bürgermeister weiter. Der neue Kindergarten soll Platz für 91 Kinder in fünf Gruppen (zwei Krippen, zwei Integrationsgruppen und eine Kindergartengruppe) bieten.

Zudem soll dort eine Außenstelle des pädagogisch-therapeutischen Förderzentrums (PTZ) des Vereins Lebenshilfe Einbeck mit zwei Gruppen (ein Sprachheilkindergarten, ein heilpädagogischer Kindergarten) für 16 Jungen und Mädchen gebaut werden. Bauer ist sich sicher, dass es in dem seit geraumer Zeit bestehenden Arbeitskreis mit Vertretern aller politischen Fraktionen auch für die Verkehrssituation eine Lösung gebe.

Kritisch äußerte sich Ausschussmitglied Bernd Franke (UWG), der den Standort des Kindergartens direkt neben einem bewirtschafteten Acker als problematisch ansieht. Man müsse das bei der Planung im Auge haben und notfalls mehr Fläche kaufen, um einen Puffer zu haben. Thomas Becker (CDU) glaubt, dass es bis zur Realisierung noch lange Zeit dauere.

Bei der Abstimmung folgten die Ausschussmitglieder einstimmig der Beschlussempfehlung der Verwaltung zur Änderung des Bebauungsplanes auf der vorgesehenen Kita-Baufläche am Ortsrand.

Von Jürgen Dumnitz

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