Ortsrat votiert für Bereitstellung

Planung kann starten: Es gibt Geld für Lange Straße in Amelith

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Schon lange Thema: Der Ortsrat Nienover will den Ausbau der Straße. Jetzt soll Geld für die Planung im Gemeindehaushalt eingestellt werden.

Amelith/Polier – Der desolate Zustand der Langen Straße in Amelith ist seit Jahren ein Dauerthema. Jetzt soll es vorangehen.

Der Ortsrat Nienover ging nun einen Schritt zur Grunderneuerung der noch nie sachgerecht ausgebauten Straße und sprach sich mit vier Jastimmen bei einer Enthaltung für die Bereitstellung von Mitteln im Gemeindehaushalt 2019 aus.

240 000 Euro sind in dem Etat, über den Gemeinderat am 9. Mai beschließen soll, für die Amelither Ortsdurchfahrt eingeplant. Mit diesem Geld soll laut Bürgermeister Mirko von Pietrowski die Planung für den Straßenausbau finanziert werden.

Für die eigentlichen Bauarbeiten sind dann 1,388 Millionen Euro im Haushalt 2020 vorgesehen. Für die Hälfte der Kosten müssten laut Straßenausbaubeitragssatzung die Anlieger aufkommen, für die andere Hälfte die Gemeinde. Nach aktuellen Stand wären das je 814 000 Euro.

Hintergrund: In Sachen Lange Straße gibt es in Amelith zwei Lager. Ein Teil der Einwohner fordert schon lange den Ausbau der Straße, während Grundstückseigentümer wegen der Kosten gegen das Projekt protestieren. Die Gemeinde wolle „sehr transparent“ über das Projekt informieren, versicherte von Pietrowski. Vor einer Anliegerversammlung seien jedoch Planungen, die über eine erste Kostenschätzung hinausgingen, notwendig.

Neben der Langen Straße stehen zwei weitere Projekte im mittelfristigen Finanzplan des Fleckens Bodenfelde. Neben der Gestaltung des Bahnhofvorplatzes geht es um die Bodenfelder Ortsdurchfahrt. Die Fahrbahn wird über ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen im Jahr 2020 saniert. Die Gemeinde müsse nun entscheiden, ob sie Nebenanlagen wie die Fußwege gleichzeitig erneuern wolle, erklärte der Bürgermeister.

Für Nienover, Amelith und Polier sind im neuen Haushaltsplan 1000 Euro Ortschaftsmittel vorgesehen. Für die Dachsanierung der Friedhofskapelle in Polier sind 1000 Euro und für die Ermittlung der Mängel am Sportfußboden im Dorfgemeinschaftshaus Amelith 3000 Euro geplant.

Einstimmig sprach sich der Ortsrat Nienover für eine Änderung der Friedhofssatzung des Fleckens aus. Danach dürfen Natursteine nur noch aus bestimmten Ländern bezogen werden, um ausbeuterische Kinderarbeit zu verhindern.

Befürwortet wurde vom Ortsrat auch die Entwidmung einer Teilfläche des Friedhofs in Polier. Rund 1000 Quadratmeter rechts des Weges werden für Gräber nicht gebraucht und soll wieder als öffentliche Grünfläche dienen.

Die Gemeinde könnte den Bereich der Bahn so als mögliche Ausgleichs- und Ersatzfläche im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes anbieten, hieß es. 

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