Präsident Lührig: Rückzug der Polizei in Uslar wäre fatal

Polizeikommissariat Uslar. Foto: Mönkmeyer

Uslar. Die Resolution der Stadt Uslar zu befürchteten Einschränkungen im Polizeidienst löst bei Polizeipräsident Uwe Lührig Verwunderung aus. „Im Tenor suggerieren die Inhalte einen massiven Rückzug der Polizei aus Uslar. In der Resolution wird von einem Drittel gesprochen. Das entspricht nicht der Realität. Eine Reduzierung ist nicht vorgesehen,“ schreibt Lühring in einer Stellungnahme.

Allerdings kündigt der Polizeipräsident an, dass „zu einsatzarmen Zeiten wie in den Nachtstunden die Möglichkeit besteht, die Wache nicht zu besetzen um Überstunden abzubauen, um personelle Ressourcen zu schonen beziehungsweise zu anderen Zeiten einzusetzen“. Lührig: „Auf vielen anderen Dienststellen ist das gewohnte Praxis. Es habe keinerlei Einfluss auf die Sicherheitslage.“

Die Stärke der Polizei werde im Wesentlichen so beibehalten. Die Mitarbeiter blieben rund um die Uhr im Dienst und seien zudem erreichbar. Vielmehr habe „die Kommunikationsstrategie zu der Resolution zur Verunsicherung der Bevölkerung“ geführt.

Personalzuweisung wie 2015

In der aktuellen Personalzuweisung an das Polizeikommissariat Uslar habe die Polizeiinspektion Northeim/Osterode zum 1. Oktober die Stärke im Vergleich zu 2015 im Wesentlichen gehalten. Lührig: „Ein Rückzug wäre geradezu fatal und nicht verständlich für unsere Bürger.“

Die Untersuchung der Arbeitsbelastung aller Dienststellen habe ergeben, dass die Uslarer Polizei mit einem hohen Maß an Eigeninitiative jederzeit in einem ausgeprägten zeitlichen Rahmen präsent sein könne. Sie sei jederzeit über die bekannten Kommunikationsmittel erreichbar.

Jeder Bürger habe rund um die Uhr einen Ansprechpartner, und mit modernster Leitstellentechnik würden bei entsprechenden Anlässen schnell zusätzliche Funkstreifenwagenbesatzungen anderer Dienststellen auch inspektionsübergreifend an den Einsatzort geführt, so Lührig.

Gezielte Kontrollen

Er teilt ferner mit, dass den Dienststellenleitungen im Einzelfall nach einer Analyse jedoch ermöglicht werde, die Wache zu einsatzarmen Zeiten, unter anderem in den Nachtstunden, nicht zu besetzen. Das könne der Fall sein, um einen zusätzlichen Funkstreifenwagen für die Bekämpfung von Wohnungseinbruchsdiebstahl oder schwerer Verkehrsunfälle durch gezielte Kontrollen einzusetzen.

Lührig versichert, dass alle Veränderungen einzig und allein das Ziel verfolgten, die operativen Bereiche der Polizei wie den Einsatz- und Streifendienst zu stabilisieren. (fsd) Archivfoto:  Schlegel

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