Zusammenschluss zur St.-Georgs-Gemeinde für alle vier Bollert-Ortschaften

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Neujahrsempfang der Kirche in Volpriehausen: 70 Gemeindeglieder aus allen Bollert-Dörfern folgten der Einladung. Seit Jahresanfang ist die evangelische Kirche am Bollert zu einer Gemeinde zusammengeführt worden.

Volpriehausen. Beim Neujahrsempfang der evangelischen Kirche in Volpriehausen stand eine Hochzeit im Mittelpunkt: Die Fusion der Kirchen- und Kapellengemeinden am Bollert. Sie trägt ab sofort den Namen evangelisch-lutherische St.-Georgs-Kirchengemeinde Volpriehausen.

Beim Empfang stellten die Gastgeber der Kirchengemeinde den Zusammenschluss in einem Sketsch vor, der traditionell zum Programm gehört. Pastorin Gisela Waßmuth-Kahle, Kirchenvorstandsvorsitzende Anja Kohrs und Hellmuth Kahle verglichen darin die Fusion mit einer Hochzeit, bei der die Kirchenvorstände aus den vier Orten als Brautleute zum Schluss unter einem Schirm standen.

Erläutert wurde dabei auch, warum der Name St. Georg auserkoren wurde: Er ist der Schutzpatron der Bauern, der Bergleute, der Wanderer, einer der 14 Nothelfer, der Besieger des Drachen und war früher der Patron einer alten Kapelle in Volpriehausen. Und: Der erste Pastor in Volpriehausen nach der Reformation hieß Georg.

Kirchenvorstandswahl

Seit Jahresanfang ist aus vier Gemeinden eine geworden, sagte Pastorin Waßmuth-Kahle bei der Begrüßung. Ein wichtiges Projekt ist jetzt die Wahl eines neuen Kirchenvorstands. Sie wünschte sich einen Vorstand in einer vereinten Gemeinde mit vereinten Zielen.

Die Fusion war von der Landeskirche und dem Kirchenkreis empfohlen worden. Vom Kirchenkreis gibt es als Unterstützung einen Zuschuss, dessen Höhe noch nicht genau feststeht. Ausschlaggebend für die Zusammenlegung der Kirchengemeinde sind vor allem verwaltungstechnische Gründe und auch Vorgaben der Landeskirche, die ab Gemeinden unter 300 Gemeindegliedern Fusionen vorschreibt. Deshalb war Gierswalde vorher bereits Volpriehausen zugeordnet worden.

Die aktuellen Zahlen: Die St.-Georgs-Gemeinde hat 1747 Gemeindeglieder (Volpriehausen 804, Schlarper 345, Delliehausen 385 und Gierswalde 213). Das sind 20 weniger als Vorjahr. Ansonsten bleibe es bei der einen Pfarrstelle und auch bei den Gottesdienstangeboten. Es ändere sich auch nichts bei der Verwendung zum Beispiel bei Spenden. Sie blieben dort, wo sie gespendet werden, sagte die Pastorin.

Kleiner wird dagegen der Kirchenvorstand, der am 18. März neu gewählt wird. Neu ist die Bildung eines Gemeindebeirats, in dem man mitwirken kann, wenn man sich zum Beispiel in der Kinderarbeit oder beim Gemeindenachmittag engagieren möchte. (fsd)

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