Verabschiedung mit Gottesdienst und vielen Reden für freikirchlichen Pastor

Pastor-Verabschiedung: Rebers gehen ins Emsland

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Abschied im Gotteshaus: Pastor Hajo Rebers (von rechts) mit Ehefrau Annette, Tochter Ine und Gemeindeleiterin Gabriele Sonntag, die die Verabschiedung moderierte.

Uslar. Dass die Chemie zwischen den Gläubigen der Uslarer Friedenskirche und ihrem Pastor Hajo Rebers stimmt, war am Sonntag bei der Verabschiedung des 39-jährigen Theologen deutlich zu spüren.

Rebers wechselt auf eigenen Wunsch in die 99-Seelen-Kirchengemeinde der Baptisten nach Meppen ins Emsland. Nach fast zehn Jahren Tätigkeit im Uslarer Land war jetzt die Zeit zum Wechsel, sagte Hajo Rebers, der am 28. Januar 40 Jahre alt wird.

Die evangelisch-freikirchliche Gemeinde war seine erste Stelle nach seinem Studium und der Ausbildung. Im Oktober 2002 kam er mit Frau Annette und Sohn Hauke (11) in Uslar an, war damals Nachfolger von Pastor Siegfried Assig. Mittlerweile hat das Paar vier Kinder: Neben Hauke noch die Söhne Jan (8) und Kai (4) sowie die Tochter Ine (6).

Auch das Alter der Kinder sei mit ein Grund dafür gewesen, sich jetzt beruflich und familiär eine neue Heimat zu suchen, sagte Rebers. Meppen sei nicht mehr so weit von seiner Geburtsstadt Achim entfernt, wo seine Familie lebt und er zudem noch Freunde und Verwandte hat.

Den letzten Gottesdienst leitete Rebers zusammen mit Gemeindeleiterin Gabriele Sonntag. In seiner Predigt vor 250 Zuhörern sprach er unter anderem über das Thema Freiheit.

Am Nachmittag nahmen 200 Gemeindemitglieder und Gäste an der Verabschiedung in der Freikirche an der Stiftstraße teil. Etliche hatten originelle Geschenke dabei, bedankten sich persönlich bei Rebers und seiner Familie.

Er müsse das Uslarer Bier jetzt mit dem Emsländer Schnaps tauschen, berichtete Pastorin Astrid Jasper. Pastor Carsten Schiller wünschte, dass Rebers seine offene Art beibehalte und der katholische Pfarrer Rudi Kastner lobte die ökumenische Dreifaltigkeit, an der Rebers maßgeblich mit beteiligt war. Er habe die Ökumene zwischen den drei großen Kirchen im Uslarer Land mit gelebt.

Seit 2005 war Rebers zudem in der Notfallseelsorge engagiert. „Du wirst uns fehlen“, betonten mehrere Redner.

Gemeindesekretärin

Umziehen will die Familie Rebers Ende dieses Monats. Ein Arbeitskreis der Freikirche befasst sich bereits mit der Nachfolge und hofft, dass die Stelle unter Mitwirkung des freikirchlichen Gemeindebundes bis Ende dieses Jahres neu besetzt werden kann. Bis dahin helfen unter anderem der ehemalige Pastor Siegfried Schmidt-Ehl und Gabriele Sonntag bei den Gottesdiensten aus.

Die kirchlichen Gruppen laufen ebenfalls weiter und seit Januar sei Susanne Schulz (Wiensen) als Gemeindesekretärin von der Freikirche angestellt und habe bereits Aufgaben inne, sagte Rebers gestern auf Anfrage. Er freute sich über die Würdigung und Wertschätzung seines Wirkens in Uslar. (zjs)

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