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Rein darf, wer Anliegen hat - Treffen zur Ortsdurchfahrt von Polizei und Bürgermeister

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Von: Jürgen Dumnitz

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Verunsichert Verkehrsteilnehmer und bescherte Knöllchen: Wegen der Erneuerung der Landesstraße in Bodenfelde ist die Ortsdurchfahrt gesperrt. Anlieger dürfen die Absperrung passieren, der reine Durchgangsverkehr muss hingegen die weiträumige Umleitung über Uslar, Schönhagen und Amelith (und umgekehrt) nehmen.
Verunsichert Verkehrsteilnehmer und bescherte Knöllchen: Wegen der Erneuerung der Landesstraße in Bodenfelde ist die Ortsdurchfahrt gesperrt. Anlieger dürfen die Absperrung passieren, der reine Durchgangsverkehr muss hingegen die weiträumige Umleitung über Uslar, Schönhagen und Amelith (und umgekehrt) nehmen. © Jürgen Dumnitz

Bodenfelde – Ende November wurde der erste Teilbereich der Großbaustelle zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Bodenfelde eingerichtet. Im unteren Teil der Bleekstraße sind Bagger im Einsatz und die Sperrung der Landesstraße zwischen der Schlicht-elke und der Raiffeisenstraße sorgt für Umleitungen. Es hat sich noch nicht alles „eingeruckelt“ und vor allem sorgt die Beschilderung für Probleme.

Deshalb hat sich am Donnerstag der Bodenfelder Bürgermeister Gerald Wucherpfennig mit Cornelia Klausch, der Leiterin des Polizeikommissariats Uslar, getroffen. Per Video war Patrick Kobbe als Experte in Sachen Verkehrssicherheit der Polizeiinspektion Northeim zugeschaltet. Tenor: Die von der Niedersächsächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Gandersheim) und dem Landkreis Northeim angeordnete Ausschilderung muss eingehalten werden.

Wenn es vor dem Hintergrund, dass mindestens drei Jahre lang gebaut werde, Nachbesserungsbedarf gebe, müsse man sich unterhalten und Lösungen finden, war man sich schnell einig. Am kommenden Montag will der Bürgermeister die Angelegenheit bei einer Baubesprechung mit der Straßenbaubehörde und der Baufirma erörtern.

Und darum geht es: Schon weiträumig werden Verkehrsteilnehmer darauf hingewiesen, dass die Ortsdurchfahrt Bodenfelde gesperrt ist. Die Folge: Es kommen weniger Menschen in den Flecken und die Geschäfte und Dienstleister haben deutliche Umsatzeinbrüche.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Durchfahrt durch den Weser-Ort verboten ist, nur Anlieger Bodenfelde ansteuern dürfen. Stichprobenmäßig hat die Polizei die Einhaltung der Regelung kontrolliert und Knöllchen bei Missachtung ausgestellt. Das sorgte für Unmut und etliche Beschwerden bei der Gemeindeverwaltung.

Auf dem „kurzen Dienstweg“ einigten sich Geschäftsleute mit der Baufirma und dem Flecken, dass Plakate nahe der Verbotsschilder aufgehängt werden durften, die darauf hinweisen, dass die Geschäfte zugänglich sind.

Laut Kobbe darf nach der Straßenverkehrsordnung in den gesperrten Bereich reinfahren, wer ein Anliegen hat. Konkret: Ein Handwerker aus Lippoldsberg, der in der Gemeindeverwaltung oder anderswo einen Auftrag zu erledigen hat, habe ein Anliegen und dürfe ebenso wie etwa Eltern aus dem Käsdorf ihre Kinder aus der Gesamtschule am Kahlberg abholen.

Wahmbecker hingegen, die etwa aus dem Wesertal kommen und nach Hause fahren wollen, dürfen nicht durch Bodenfelde fahren, sondern müssen die Umleitung über Uslar nehmen. Das muss auch der Handwerker aus dem Wesertal machen, wenn er in Wahmbeck oder Polier tätig werden will.

Polizeichefin Klausch sagt, dass das Ziel der aktuellen Beschilderung die Verhinderung von reinem Durchgangsverkehr ist, weil die Mühlenstraße als schmale Nebenstraße nicht den gesamten Verkehr der gesperrten Landesstraße aufnehmen könne. Auch da habe man nach Beschwerden beispielsweise bei der Ampelschaltung nachgebessert. Deshalb sei sie zuversichtlich.

Von Jürgen Dumnitz

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