Mitglieder der Schüttenhoff-Gesellschaft tragen Mobilar zurück in die Christus-Kirche

Rote Stühle vor dem Altar

Feinarbeit nach der Innenrenovierung: Probehalber wurden die Stühle in dem Gotteshaus erstmals im Halbrund aufgestellt. Fotos: Dumnitz

Bodenfelde. Nach der kurzen Einweisung von Pastor Mark Trebing ging alles sehr schnell: 50 Männer der Pionier- und der Jägerkompanie der Bodenfelder Schüttenhoff-Gesellschaft trugen am Samstagnachmittag innerhalb weniger Minuten die 250 Stühle wieder zurück in die renovierte Christus-Kirche.

Das Mobiliar aus dem Gotteshaus war für über sechs Monate in einem benachbarten leerstehenden Geschäft an der Bleekstraße ausgelagert. In der Zeit wurde der Innenraum der Kirche für 80 000 Euro saniert. Nach dem Abschluss der Arbeiten trafen sich kürzlich Helfer zum Reinigen der Bestuhlung.

Aufstellung im Halbrund

In der Kirche war das Aufstellen dann ein wenig Feinarbeit. In Absprache zwischen dem Pastor und dem Kirchenvorstand wurden die roten Stühle versuchsweise im Halbrund vor dem Altar aufgestellt. „Wir wollten das mal ausprobieren“, sagte Küsterin Kerstin Lange zu der Neuerung.

Wenn alle Einrichtungsgegenstände wieder an ihrem Platz sind, soll am kommenden Wochenende der erste Gottesdienst nach der Renovierung in der Christus-Kirche gefeiert werden. Es sei Ziel gewesen, alles bis zum ersten Advent fertig zu haben, sagte Pastor Mark Trebing.

Hell und freundlich mit einem blauen Sternenhimmel über dem Chorraum präsentiert sich die Kirche jetzt. Das Altweiß an den Wänden und am Holz gibt dem Gotteshaus eine wohlige Atmosphäre, hieß es am Samstag.

Ähnliche Farben

Ähnlich soll die Farbgebung auch vor 120 Jahren gewesen sein. Zwischenzeitlich gab es einen anderen Anstrich mit Gelb an den Wänden und Rot an der Decke. Die letzte Innenraum-Sanierung sei vor 38 Jahren gewesen, hieß es.

Die Kosten von 80 000 Euro zahlt die Kirchengemeinde von Rückstellungen und mit Spendengeld. 2000 Euro kamen durch die Aktion „50 anvertraute Pfunde“ zusammen. Die Kirchengemeinde lieh dazu 15 Vereinen und Gruppen jeweils 50 Euro, die sie mit Einzelaktionen zugunsten der Innensanierung vermehrten.

Erste Erwähnung 1278

In einer Urkunde des Klosters Lippoldsberg wird die Bodenfelder Kirche 1278 erstmals erwähnt. 1855 wurde das alte romanische Kirchenschiff abgerissen und durch ein neuromanisches ersetzt. Die Christuskirche ist von Anfang April bis Ende Oktober täglich von 8 bis 18 Uhr für stille Gebete geöffnet.

Von Jürgen Dumnitz

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