Neuer Sandstrand am Bergsee - Verein investiert 3500 Euro

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Feinster Sand für den Strand am Bergsee: Mitarbeiter des Delliehäuser Unternehmens Teske verteilten den Sand am Ufer des früheren Zechenteiches. Die 200 Tonnen Sand wurden in zehn Lkw-Fuhren aus der benachbarten Sandgrube angefahren.

Delliehausen. Das Uslarer Land ist um eine Attraktion reicher: Einheimische und Touristen können gleichermaßen von dem neuen Spielstrand am Ufer des Bergsees oberhalb von Delliehausen profitieren.

Der Solling-Heimatverein des Köhlerdorfes ließ in den vergangenen Tagen 200 Tonnen feinen weißen Sand mit Lastwagen aus der benachbarten Sandgrube an das Ufer des ehemaligen Zechenteiches transportieren. Mit einem Bagger und per Schaufel wurde der große Sandhaufen anschließend verteilt.

Und zwar auf einer zuvor von Astwerk befreiten flachen Uferzone, die künftig vor allem von Erholungssuchenden genutzt werden soll. Es ist eine Naturschutzmaßnahme, von der Mensch und Tier etwas haben. Das war die Zielsetzung mit diesem Projekt des Heimatvereins, wie der Vorsitzende Winfried Müller am Rande der Arbeiten sagte.

Das Freiräumen hat den Verein rund 900 Euro gekostet, das Anfahren und Verteilen des weißen Sandes rund 3500 Euro. Von der Sozial- und Sportstiftung des Landkreises Northeim gab es 1000 Euro Fördergeld und 1200 Euro spendierte der Verein Bollertinitiative. Den Rest zahlt der Solling-Heimatverein.

Das Geld ist laut Müller gut angelegt, weil der Spielstrand, wie er offiziell heißt, der Verbesserung der touristischen Infrastruktur dient. Einen Uferabschnitt mit Sand hat es an dem 30 000 Quadratmeter großen und bis zu 15 Meter tiefen Teich schon einmal gegeben. Der war nur in den vergangenen Jahren stark verkrautet.

Nilgänse sind schon da

Die neue Spielstrand-Sandfläche ist in einem äußerst flachen Uferbereich angelegt worden. Wie in südlichen Urlaubsländern können die Besucher langsam in das Wasser gelangen. „Die Flachwasserzone ist zudem ein Teilbereich in dem Naturdenkmal Bergsee, den viele Tiere nutzen“, sagt Winfried Müller.

Auf dem Teich und in dem angrenzenden Wald haben sich sogar schon Nilgänse angesiedelt. Das ist eine zugewanderte Vogelart, die sich laut Müller an vielen Stellen des Sollings angesiedelt hat und die einheimischen Gänsearten oftmals verdrängt, weil Nilgänse durchsetzungsstärker seien, so der frühere Revierförster.

Im Landkreis Northeim sei eine solche Naturschutzmaßnahme mit einem Sandstrand selten. Das gesamte Projekt sei mit dem Naturschutz und der Betriebsleitung der Niedersächsischen Landesforsten abgestimmt worden, sagt Müller.

Strand und der Bergsee mit seinem 800 Meter langen Rundweg sind Teil der vor Jahren angelegten Erlebnis-Landschaft Delliehausen und sollen Menschen ans Wasser in der Natur locken. (jdx)

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