Car-Sharing-Projekt

Schlarpe macht sich auf den Weg zum Elektro-Auto

Schlarpe. Es soll ein Regionen-Auto für die Menschen der Bollert-Dörfer sein, sagte Schlarpes Ortsbürgermeister bei einer Informationsveranstaltung über das geplante Carsharing-Angebot mit einem Elektrofahrzeug, das in Schlarpe stationiert werden soll.

65 Interessierte waren ins örtliche Gemeinschaftshaus gekommen. Stänger moderierte und warb für das Projekt. Vorgesehen ist der Kauf eines Elektro-Autos mit einer Ladestation und einem betreuten Reservierungssystem. Das Fahrzeug soll aber nicht ausschließlich als Bürgerbus betrieben werden, sondern auch als Auto für Stunden an Privatfahrer vermietet werden.

Das Projekt sei interessant, weil man nur die Mietkosten und einen Beitrag für den Trägerverein zahlen müsse. Ein eigenes Auto, das häufig viel rumstehe, koste neben der Anschaffung auch Geld für Versicherung, Steuern, Kraftstoffverbrauch und Verschleiß.

Fragebögen im Umlauf

Mit Hilfe von verteilten Fragebögen an die Menschen in den Bollert-Orten soll bis Ende Februar ermittelt werden, wie groß das Interesse für Fahrgemeinschaften, Fahrdienst oder Selbstfahrer ist. Wissen wollen die Initiatoren außerdem, ob und wie oft man sich eine Nutzung vorstellen könne und welche Fahrzeuggröße für sinnvoll erachtet wird.

Mit dem E-Auto könne Schlarpe für mehr Mobilität in der gesamten Bollert-Region sorgen, sagte Stänger. Nach der Auswertung der zurückgegebenen Fragebögen könnte man dann wohl Ende März konkreteres sagen. Bis dahin werde sicher auch der tatsächliche Bedarf deutlich.

Bis zum 31. August laufe die Bewerbungsfrist für einen Wettbewerb, bei dem Schlarpe als möglicher Sieger 12.000 Euro gewinnen könne. Zusätzlich winken 7500 Euro Extra-Prämie für die beste Idee als Zuschuss für eine Fahrzeugfinanzierung.

Die Aktionsgruppe mit Ortsrat und DGH-Trägerverein im Boot rechnet laut Stänger mit Investitionen von 32 000 Euro für ein Fahrzeug, Ladestation, Batterie-Miete, Schlüsselkasten, Buchungssystem. Für einen Fahrservice wären ehrenamtliche Fahrer nötig und Schulungen für alle Nutzer.

Beim Carsharing sei denkbar, dass das Auto pro Stunde für drei Euro vermietet werde. Die Reichweite des batteriebetriebenen Elektro-Autos liege bei etwa 200 Kilometern. 

Rubriklistenbild: © Dumnitz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.