Schließung des Uslarer Badelandes kostet fast eine Million Euro

Uslar. Der „weitreichendste und schmerzlichste Beschluss“ im Uslarer Streichkonzert ist am Dienstag gefallen: Das Uslarer Badeland wird geschlossen. Und das wird ziemlich teuer.

Rainer Steckel wählte am Montagabend im Stadtrat diese Worte, als er als Vertreter der erneut erkrankten Uslarer

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Bürgermeisterin Martina Daske die Stellungnahme der Stadtverwaltung abgab, bevor der Rat mit großer Mehrheit dafür stimmte, dass im Badeland der Schlüssel umgedreht wird. Konkret ging es um die Abwicklung der Schließung. Das bedeutet ganz einfach übersetzt: Es kostet nochmal richtig viel Geld. Fast eine Millioen Euro.

In der Abwicklung steht aber auch, dass sich die Stadt ihre Bemühungen, einen neuen Pächter beziehungsweise Betreiber zu finden, fortsetzt. Derzeit arbeitet der Förderverein zum Erhalt des Bades mit großem Engagement daran, wieder einen Badeland-Betrieb in Gang zu bringen. Eberhard Otto vom Vorstand wurde im Stadtrat extra angehört: Der Förderverein wünscht sich, dass die Stadt weiterhin alle Möglichkeiten ausschöpft, an Zuschüsse für den Weiterbetrieb zu kommen.

In den Beschluss zur Abwicklung der Schließung ist das allerdings nicht aufgenommen worden. Verwaltung und Politik haben zunächst den Zukunftsvertrag mit dem Land im Visier: Sie wollen die Entschuldungshilfe und kein Risiko eingehen, dabei angreifbar zu sein.

Der Beschluss über das Badeland lautet wie folgt:
• Die Stadt übernimmt den bis Ende Mai aufgelaufenen Verlust des Bäderbetriebes von 300.000 Euro sowie auch die arbeitsrechtliche Zahlung von 362.000 Euro, die sich aus der Schließung ergeben. Elf Mitarbeiter sind betroffenen. Ihnen wird gekündigt.

Hinzu kom men noch Sach- und Dienstleistungen in Höhe von 100.000 Euro.

• Vorbehaltlich einer derzeit stattfinden Überprüfung der EU ist auch die Übernahme der Badeland-Kredite durch die Stadt geplant. Die letzten Kredite werden voraussichtlich zwischen 2026 und 2031 getilgt sein.
• Die Bemühungen, einen neuen Pächter/Betreiber zu finden, sind bis zum Jahresende 2012 befristet worden.

Bis dahin ist auch vorgesehen, das Badeland auf Standby-Betrieb zu führen. Der Aufwand ist mit 180.000 Euro veranschlagt.

• Findet sich ein Pächter/Betrieber, prüft die Stadt, welchen Zuschuss sie geben kann. Das woll gesondert vereinbart werden. Außerdem küdnigt die Stadt Unterstützung an, mit den Schulträgern ein angemessenes Entgelt für das Schulschwimmen zu vereinbaren. (fsd)

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