Firma aus Uslarer Land arbeitete an George Clooneys Monuments Men mit

Freuen sich über ihre Mitarbeit an einem Hollywood-Film: Markus Teklenburg (links) und Heinrich Idahl vor der Internetseite des Werks Monuments Men. Foto: Schneider

Kammerborn. Zahlreiche Komparsen des Films Monuments Men von Hollywood-Star George Clooney gucken in die Röhre, weil eine mit großem Aufwand gedrehte Szene in der Goslarer Altstadt in der Kinofassung nicht zu sehen ist. Heinrich Idahl aus Kammerborn dagegen kommt im Clooney-Streifen vor.

Zwar nicht direkt seine Person, aber das Werk seiner Bauschlosserei. Er war sozusagen beim Kulissenbau im Harz beteiligt. Idahl, der mit Markus Teklenburg die bekannte Bauschlosserei aus dem Uslarer Land führt, hat dafür gesorgt, dass die Filmexperten ein altes Brückengeländer an der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Clausthal-Zellerfeld und Altenau installieren konnten.

Vier Tage im Einsatz 

Insgesamt vier Tage waren Idahl, Teklenburg und Mitarbeiter damit beschäftigt, das Geländer aus der Gegenwart abzubauen und Platz zu machen für das Film-Geländer sowie den Wiederaufbau nach dem Dreh. Es muss ja hinterher wieder alles so hergerichtet sein wie vor dem Dreh, berichtet Idahl.

Schauspieler hat er dabei leider nicht zu Gesicht bekommen, geschweige denn den Filmemacher Clooney. Vielmehr war er entweder ganz früh morgens zum Arbeiten bestellt oder an einem Sonntag.

Dennoch haben die Bauschlosser aus dem Uslarer Land mitbekommen, was für ein Aufwand für einen solchen Film betrieben wird. So war das demolierte Geländer eine aufwändige Leichtmetallkonstruktion. Zur Kulisse gehörten auch mehrere durch Gefechte gestutzte Bäume. „Täuschend echt“, schildert Idahl von seinen Erlebnissen.

Mit 36 Lkw unterwegs

Das Filmteam rückte für die Dreharbeiten mit sage und schreibe 36 Lkw an, hat Idahl die Fahrzeuge der Kolonne genau gezählt, mit denen alles herantransportiert wurde. Die hatten unter anderem Tischler dabei, erinnert sich Idahl.

Seine Firma, die unter anderem für Kommunen Geländer an gefährlichen Stellen wie an Straßen und Wegen installiert und wartet, ist den Filmemachern dabei von der Samtgemeinde Oberharz empfohlen worden. So klingelte eines Tages das Telefon und ein Herr Pastewka meldete sich, berichtet Heinrich Idahl: „Nein, es war nicht der Komiker Bastian Pastewka“, dafür aber Herr Pastewka von der Babelsberger Film GmbH aus Potsdam. Die haben die Kammerborner Spezialisten sofort beauftragt.

Idahl und Teklenburg zeigten sich beeindruckt, wie straff alles organisiert war. Und es war was ganz anderes als der sonst übliche Berufsalltag. Bezahlt worden ist der Auftrag auch schon.

Und die Szene kommt im Film ganz gut raus, berichtet Idahl, nachdem er sich im Kino persönlich überzeugt hat. Und wie fand Idahl den ganzen Film? „Das Thema“ - es geht um eine Einheit, die verhindern soll, das historische Kunstschätze vernichtet werden - „ist gut“, sagt Idahl, der Film aber zu langatmig, schließt sich der Bauschlosser aus dem Uslarer Land den Kritikern an.

Die Firma Idahl und Teklenburg

Die Firma Idahl ist übrigens schon vor dem Krieg 1936 gegründet worden. 2004 kam es zum Zusammenschluss von Heinrich Idahl mit Markus Teklenburg zur GmbH.

Derzeit zählt das Unternehmen, das auf dem Sektor Stahltreppen, Zäune und Geländer spezialisiert ist, fünf Mitarbeiter. (fsd)

www.idahl-teklenburg.de

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