Mit einer Infowand macht Religionskurs auf Schicksal von Kindersoldaten aufmerksam

Schüler wollen aufrütteln

Schulprojekt: Der Religionskurs 10 – hier mit von links Sina Lindemann, Merret Rüschel, Lena Zaya, Jonas Pohl, Anna-Lisa Schiller, Cedric Rossel, Elena Bellos, Alexander Becker, Nele Polossek, Sarah Röder, Shannon Brauns und Cheyenne Dietrich. Nicht abgebildet sind Lehrerin Vanessa Feilke sowie die Schüler Jessica Brömsen, Sabrina Dörries, Jorina Gundelach und Marie Wasmuth. Fotos: Privat/nh

Bodenfelde. Das Thema „Verantwortung“ im Religionsunterricht brachte Schüler der Bodenfelder Heinrich-Roth-Gesamtschule (IGS) dazu, sich mit dem Schicksal von Kindersoldaten zu beschäftigen, in der Schule darauf aufmerksam zu machen und eine Spendenaktion zu starten.

Passend zum Unterrichtsstoff hatten die Zehntklässler im vergangenen November eine Organisation gesucht, um sich selbst zu engagieren. „Wir entschieden uns für Unicef und nahmen am Wettbewerb younicef teil“, berichtet Lehrerin Vanessa Feilke. Bei der Wahl des Wettbewerbsthemas sei wichtig gewesen, „dass wir Kinder unterstützen und ihnen helfen konnten“.

Gehirnwäsche und Drogen

Die IGS-Schüler des Religionskurses 10 begannen, sich über die Rechte von Kindern und das Leben von Kindersoldaten – speziell über die Kindersoldaten der IS – zu informieren. „Was wir herausfanden schockierte und bewegte uns zutiefst. Kinder werden unter grausamsten Bedingungen dazu gezwungen am Krieg teilzunehmen, sie werden Gehirnwäschen unterzogen, werden unter Drogen gesetzt, misshandelt und teilweise sogar gezwungen, ihre eigenen Familien zu töten“, berichten die Schüler. „Sie leiden bis heute an den Folgeschäden des Krieges und haben kaum Chancen, wieder in ihr altes Leben zu finden oder auf eine sichere Zukunft.“

Um auch andere Menschen auf die Lebensumstände dieser Kinder aufmerksam zu machen, gestaltete der Religionskurs eine Infowand und bastelte Plakate. „Wir schnitten rote Hände aus, beschrifteten sie mit Informationen und dann haben wir sie im Schulgebäude aufgehängt“, berichten die Schüler. „So möchten wir auch unsere Mitschüler, die Lehrkräfte und Besucher der IGS für dieses Thema sensibilisieren.“ Um noch mehr Menschen auf das Schicksal der Kindersoldaten aufmerksam zu machen, entstand zum Ende des Projekts ein Video.

Kuchen für guten Zweck

Um die Kinder auch mit Spenden zu unterstützen, verkauften die Religionsschüler über einen längeren Zeitraum selbstgebackene Kekse und Muffins in den Pausen, auf einem Weihnachtsmarkt und nach einem Schulgottesdienst.

200 Euro kamen zusammen und gehen als Spende an das Deutsche Kinderhilfswerk in Berlin, das sich seit 1972 für Kinderrechte und gegen Kinderarmut einsetzt. Auf diese Weise wollen die Schüler der Bodenfelder Schule Kindern helfen, die in Kriegsgebieten eingesetzt werden. (shx)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.