Erica Geldenhuys aus Pretoria/Südafrika war als Austauschschülerin in Bodenfelde

„Schule ist nicht so streng“

Im Kreise der Gastgeber-Familie: Austausch-Schülerin Erica Geldenhuys (2. von links) mit ihren Gasteltern Carsten und Tina Nückel (von rechts) und Laura Nückel. Foto: Röber

Bodenfelde. Bratwürstchen, gebrannte Mandeln, Nougatcreme und Erdnussflips waren die kulinarischen Hochgenüsse für die 17-jährige Erica Geldenhuys, die als Austauschschülerin aus Pretoria in Südafrika für vier Wochen von Anfang Dezember bis Anfang Januar zu Gast bei der Familie Nückel in Bodenfelde war.

Das nasskalte Wetter und der fehlende Schnee waren die einzigen Punkte, die der Schülerin nicht so gut gefallen haben. Ansonsten war sie begeistert von ihrem Aufenthalt in Bodenfelde. Durch Urlaub um die vergangenen Feiertage herum war es auch den Gasteltern Tina und Carsten Nückel möglich, zusammen mit dem Gast und ihrer 17-jährigen Tochter Laura viele gemeinsame Aktionen anzugehen.

Zu den Höhepunkten gehörten für die Südafrikanerin, dessen Vater Zahnarzt und deren Mutter im Vorstand eines Industriebetriebes ist, ein Konzertbesuch bei der Band Milky Chance, die auch in ihrer Heimat bekannt ist.

Ebenso gefiel der Jugendlichen, die sehr gut Deutsch spricht und eine Schwester und einen Bruder hat, eine Reise nach Hamburg mit Besuch des Weihnachtsmarktes und des Michels. In Göttingen war sie ein begeisterter Fan bei einem Basketballspiel in der Lokhalle. Und in der Region, die ihr gut gefallen hat, war sie außerdem mit ihrer Gastschwester bei Discoabenden, Adventskonzerten und Weihnachtsmärkten unterwegs.

Mit Laura Nückel nahm Erica Geldenhuys am Unterricht des zwölften Jahrgangs des Uslarer Gymnasiums teil. Dabei ist ihr aufgefallen, dass es in der Schule nicht so streng zugeht, wie in ihrer Heimat. Auch die allgemeine Sicherheitslage in Deutschland empfand sie als angenehm, ebenso das dichte Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln und deren Verlässlichkeit. Das sei in Pretoria anders.

Auch für die Gastfamilie ergaben sich neue Perspektiven, denn die Schülerin aus Afrika hinterfragte viele Dinge, die „für uns als Selbstverständlichkeiten gelten, um die man sich gar keine Gedanken mehr machte“, so der Gastvater.

Beispiele seien der Unterschied zwischen Bundespräsident und Bundeskanzler gewesen, oder auch die innerdeutsche Grenze. Die Gasteltern erklärten der Schülerin, wen die Grenze eigentlich vor wem schützen sollte.

Überraschungsparty

Mit einem Besuch im Tierpark an der Sababurg und einer Überraschungsparty verabschiedeten sich die neu gewonnenen Freunde und die Gastfamilie von der Austauschschülerin, die im November ihren Schulabschluss machen und danach Zahnmedizin studieren will.

Organisiert wurde der Besuch über die private Organisation FSA-Youthexchange (Freundeskreis Südafrika) mit Ansprechpartnern in Bielefeld und Würzburg. Am Gymnasium wurden Infos darüber verteilt.

Ein Gegenbesuch sieht das FSA-Programm nicht vor. Aber dass sich Erica Geldenhuys und ihre Gastfamilie Nückel irgendwann in Südafrika treffen, ist doch wahrscheinlich, hieß es von Tina Nückel. Über das soziale Netzwerk stehe man weiterhin in Verbindung. (rö)

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